Monate: Januar 2026

DŽUKLJEV | VICENTE | TRILLA

SA | 24.01.26 | 20:00 UHR DŽUKLJEV / VICENTE / TRILLA (SRB, PT, ES)   Marina Džukljev – Piano Luis Vicente – Trompete Vasco Trilla – Percussion   Am Flügel der Zeit – Experimentelle Konzertreihe mit Flügel Der Parzelle Verein e.V. veranstaltet 2026 in der Parzelle im Depot die Konzertreihe „Am Flügel der Zeit – Experimentelle Konzertreihe mit Flügel“. Fünf Konzerte präsentieren internationale und regionale Pianist:innen in Bandprojekten aus Free Jazz, improvisierter Musik und zeitgenössischer Klangkunst. Zwei Dortmunder Projekte sollen über eine öffentliche Ausschreibung ausgewählt werden.   Die Reihe stellt den Flügel in den Mittelpunkt: Präparationen, Zupfen und Dämpfen der Saiten, stumm gedrückte Tasten, Pedalspiel, Innenraumtechniken und elektroakustische Effekte verwandeln ihn in ein Instrument von orchestraler Fülle, perkussiver Direktheit, harmonischer Tiefe und subtilen Resonanzen. So entstehen Räume für radikale Experimente und der Dialog zwischen internationaler Avantgarde und lokaler Szene wird ermöglicht.   Zum Auftakt ist ein außergewöhnliches Trio aus Portugal, Spanien und Serbien zu erleben, das drei unverwechselbare Stimmen vereint: • Marina Džukljev (Klavier, Serbien) verbindet freie Improvisation, klassische und zeitgenössische Musik mit erweiterten Spieltechniken, …

FELIX NUSSBAUMER | ST NRW 76

FR | 06.02.2026 | 20:00 Uhr Soundtrips NRW 76 FELIX NUSSBAUMER (CH) Felix Nussbaumer – sax, live-elec Gäste aus NRW: Philip Zoubek – p Luzie Micha – t   Felix Nussbaumer ist Saxophonist und sieht das Musikmachen als Recherche. Ihn beschäftigen Blasinstrumente, die übersehenen und ungewollten Beiprodukte ihrer Entstehung, ihre Geschichte, ihre Körperlichkeit, ihr Eigenleben. Und das Hören als verbindendes Element.   Sein früher Werdegang ist scheinbar unzusammenhängend: der Punk, der Freejazz, die Musikkappelle, der Bauernhof, das Mehrfamilienhaus, die weiten Apfelwiesen, die Zugehörigkeit zu einer sprachlichen Minderheit in einer Grenzregion, die alten familiäre Traumata von zwei europäischen Diktaturen, das Versprechen der Digitalisierung. Heute beschäftigt sich Nussbaumer mit den ungewöhnlichen Dingen, die sein Saxophon beinhaltet und anzieht, durch das Improvisieren, Schreiben und Bauen von Instrumenten. Neben Mikrofonen, Lautsprechern und Schaltkreisen spielte er in den vergangenen Jahren vermehrt mit bearbeiteten Blechblasinstrumenten, wie einer selbstgebauten Sechsventil-Trompete oder sogenannten Saxhörnern, für die er jeweils selbst saxophonartige Mundstücke anfertigte. Viele seiner Arbeiten entstehen aus engen und langfristigen Zusammenarbeiten mit anderen Musiker:innen und Ensembles, darunter Noah Punkt und Niklaus Mäder (OUU!D), …

JOOKLO & AMADOU & WITTBRODT

SA | 07.02.2026 | 20:00 Uhr JOOKLO (ITA) feat Farida Amadou (B) & Emily Wittbrodt Virginia Genta – s David Vanzan – dr Farida Amadou – eb Emily Wittbrodt – c JOOKLO ist das Free-Funk-Projekt der italienischen Musiker:innen Virginia Genta und David Vanzan In NRW machten sie spätestens beim Moers-Festival 2024 und als improviser in residence auf sich aufmerksam. Ihre Musik lässt Groove und wilde Wut freien Lauf und wechselt von Moment zu Moment zwischen Liedformen und psychedelischen Wolken der Abstraktion. In dieser Besetzung treffen JOOKLO, Farida Amadou und Emily Wittbrodt erneut aufeinander, um ihre bereits bestehende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Hier verdichten sich spontane Komposition, brachiale Klangwelten, Groove und psychedelische Abstraktion – unmittelbar, ungefiltert und mit voller Energie. Die belgische E-Bassistin Farida Amadou nutzt ihr Instrument als frei interpretierbare Soundquelle. Mit Effektpedalen entstehen introvertierte bis brachiale Klangwelten, durchzogen von der Power ihrer Vergangenheit in der Punkband Cocaine Piss. Nach dieser Zeit konzentrierte sie sich auf Solo-Improvisation und Zusammenarbeit mit Musiker:innen wie Steve Noble, Thurston Moore oder Peter Brötzmann. Emily Wittbrodt studierte klassisches Cello und …

EARSCRATCHER

DO | 26.02.2026 | 20:00 Uhr EARSCRATCHER (USA, AT) Dave Rempis – Alt-Saxophon Elisabeth Harnik – Klavier Fred Lonberg-Holm – Cello, Elektronik Tim Daisy – Schlagzeug, Perkussion Die Musik von Earscratcher besticht durch eine kraftvolle Eleganz: Sperrig und feinsinnig zugleich, vereint sie experimentelle Klangwelten mit improvisatorischer Freiheit. Wild pulsierende Rhythmen treffen auf zerklüftete Melodien, die sich immer wieder zu überraschender Harmonie verdichten. Wie eine akustische Expedition lotet Earscratcher die Grenzen zwischen Jazz, Noise und Avantgarde aus und kreiert ein musikalisches Erlebnis, das zugleich herausfordert und begeistert. So entstehen wirbelnde Klangspiralen, und manchmal findet man sich im Auge dieses Sturms wieder, eingehüllt in eine Woge geduldiger und zentrierter Ruhe. Elisabeth Harniks erstaunliche Fähigkeit, dem Klavier unvorstellbare Klänge zu entlocken, harmoniert mit dem grenzenlosen Klanggenerator in den Alchemist Lonberg-Holms sein Cello verwandelt. Daisy wechselt logisch von Schwung und Drive zu Textur und Anschlag und bietet der Band so einen ähnlich weiten Horizont für ihre Erkundungen. Mit dieser pastoralen Weite im Sinn beschloss Rempis, sich selbst herauszufordern und sein Repertoire für diese Tour auf sein erstes Horn – …

PETZOLD | KÜVERS | HIRT

MI | 07.01.2026 | 20:00 UHR PETZOLD | KÜVERS | HIRT : W E I T E R B A U E N    Dietrich Petzhold | Violine, Tenorvioline & bowed metal Klaus Kürvers | Kontrabass Erhard Hirt | Gitarre & Electronik   Ein ungewöhnliches Streichtrio, das sich den üblichen Klanggewohnheiten und einengenden Festlegungen auf spielfreudige und originelle Weise entzieht. Erhard Hirt gilt als einer der überzeugendsten „elektronischen“ Gitarristen der letzten 40 Jahre. Klaus Kürvers gehört zu den Pionieren des Free-Jazz in Deutschland, noch bevor dieser in den Medien erwähnt wurde. Der Geiger Dietrich Petzold war in dem Streichquartett dis/con/sent mit Ernesto Rodrigues, Guilherme Rodrigues und Matthias Bauer zu hören, einer soliden Referenz unter den improvisierten Streichquartetten oder -trios, deren Qualität der des String Trios aus Zürich, des Stellari Quartetts, des Iridium Quartetts oder der Kanadier des Quatuor d’Occasion mit Malcolm Goldstein ähnelt.   Die Vielfalt der Klangquellen und die unterschiedlichen musikalischen Absichten der einzelnen Musiker kreuzen und durchdringen sich in einer schönen Verrücktheit, faszinierenden heuristischen Drifts und unwahrscheinlichen Interaktionen. (J. M. Van Schouwburg)   Eintritt: 15.- / 10.- …