DO | 26.02.2026 | 20:00 Uhr
EARSCRATCHER (USA, AT)
Dave Rempis – Alt-Saxophon
Elisabeth Harnik – Klavier
Fred Lonberg-Holm – Cello, Elektronik
Tim Daisy – Schlagzeug, Perkussion
Die Musik von Earscratcher besticht durch eine kraftvolle Eleganz: Sperrig und feinsinnig zugleich, vereint sie experimentelle Klangwelten mit improvisatorischer Freiheit. Wild pulsierende Rhythmen treffen auf zerklüftete Melodien, die sich immer wieder zu überraschender Harmonie verdichten. Wie eine akustische Expedition lotet Earscratcher die Grenzen zwischen Jazz, Noise und Avantgarde aus und kreiert ein musikalisches Erlebnis, das zugleich herausfordert und begeistert. So entstehen wirbelnde Klangspiralen, und manchmal findet man sich im Auge dieses Sturms wieder, eingehüllt in eine Woge geduldiger und zentrierter Ruhe.
Elisabeth Harniks erstaunliche Fähigkeit, dem Klavier unvorstellbare Klänge zu entlocken, harmoniert mit dem grenzenlosen Klanggenerator in den Alchemist Lonberg-Holms sein Cello verwandelt. Daisy wechselt logisch von Schwung und Drive zu Textur und Anschlag und bietet der Band so einen ähnlich weiten Horizont für ihre Erkundungen. Mit dieser pastoralen Weite im Sinn beschloss Rempis, sich selbst herauszufordern und sein Repertoire für diese Tour auf sein erstes Horn – das Altsaxophon – zu beschränken, inspiriert von Cecil Taylor und Jimmy Lyons.
Gegründet 2019, vereint das transatlantische Quartett Elisabeth Harnik (Wien) mit langjährigen Chicagoer Weggefährten, die sie beim Umbrella Music Festival 2008 kennengelernt hatte. Ursprünglich geplant für Harniks 50. Geburtstag, erlebte die Band Verzögerungen bei Tourneen – bis schließlich 2022 die erste Tournee stattfinden konnte. Das zweite Album Otoliths, aufgenommen im Dezember 2024 in den USA, erschien im Herbst 2025.
In Dortmund startet die aktuelle Europatournee des Ensembles.
AM FLÜGEL DER ZEIT
Experimentelle Konzertreihe mit Flügel
Mit der Konzertreihe Am Flügel der Zeit öffnet die Parzelle einen neuen Resonanzraum – im Laufe des Jahres mit mehreren Konzertveranstaltungen.
Ein Konzertflügel zieht ein – nicht als traditionelles Soloinstrument, sondern als zentraler Klangkörper in Band- und Ensembleprojekten.
Die eingeladenen Formationen stammen aus der internationalen und regionalen Szene für Free Jazz, improvisierte Musik und zeitgenössische Klangkunst. Die Pianist:innen erforschen den Flügel in all seinen Möglichkeiten: sie präparieren ihn, zupfen und dämpfen Saiten, spielen im Innenraum, nutzen stumm gedrückte Tasten und Pedale, verfremden Klänge elektronisch.
Im Zentrum steht das Miteinander und der offene Prozess. Jede Aufführung ist ein Experiment, in dem die Eigenarten des Flügels – von perkussiver Direktheit über harmonische Tiefe bis zu subtilen Resonanzen – in die kollektiven Klanglandschaften der Bands eingehen. So entstehen dynamische, vielschichtige Musikwelten, geprägt von Improvisation, Risiko und musikalischer Intuition.
„Am Flügel der Zeit“ lädt dazu ein, den Flügel neu zu hören – nicht als Solinstrument, sondern als offenes, interaktives Instrument im lebendigen Dialog eines Ensembles.
Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Musikfonds und Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
INSTA:
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