MI | 29.04. 2026 | 20 Uhr | Soundtrips NRW 77
Le Quan Ninh & Michel Doneda (F)
Michel Doneda – s-sax
Lê Quan Ninh – perc
Frauke Berg – elec
Prof. Dr. Eva-Maria Houben – Portativ
Seit mehr als drei Jahrzehnten verbindet den französischen Perkussionisten Lê Quan Ninh und den Saxophonisten Michel Doneda eine intensive musikalische Partnerschaft, die zu den prägendsten in der europäischen freien Improvisationsszene zählt.
Lê Quan Ninh (*1961, Paris) ist ein klassisch ausgebildeter Schlagzeuger und einer der innovativsten Klangforscher seiner Generation. Er begann mit Klavier und wandte sich in seiner Jugend der Percussion zu, später entdeckte er die freie Improvisation für sich. Seine musikalische Arbeit bewegt sich zwischen zeitgenössischer Musik, Performance, Tanz und experimenteller Improvisation. Ninh nutzt häufig ungewöhnliche Spielweisen und Objekte, um Klangräume zu öffnen, die über konventionelle Rhythmik und Struktur hinausweisen. Er war Mitbegründer des Perkussionsensembles Quatuor Hêlios und des Ensemble]h[iatus und hat in verschiedensten Formationen über 40 Tonträger veröffentlicht. lequanninh.net+1
Michel Doneda (*1954, Brive-la-Gaillarde) gilt als einer der herausragenden Saxophon-Improvisatoren Europas. Als Autodidakt entwickelte er ein außergewöhnlich reiches klangliches Vokabular auf Sopran- und Sopraninosaxophon. In den frühen 1980er-Jahren gründete er in Toulouse ein Saxophontrio und tauchte bald in die internationale freie Szene ein – mit Auftritten und Kooperationen mit Musiker:innen wie John Zorn, Fred Van Hove, Barre Phillips und vielen anderen. Sein Spiel oszilliert zwischen leisesten Atemklängen, lyrischen Linien und eruptiven, fast schreienden Texturen. Doneda ist nicht nur auf der Bühne präsent, sondern auch als Initiator improvisierter Projekte und künstlerischer Netzwerke aktiv. Wikipedia
Gemeinsam erforschen Ninh und Doneda klangliche Grenzbereiche, in denen jede Aufführung ein einzigartiges, im Moment entstehendes Gespräch ist. Ihre Duos entfalten oft fragile, dichte Klanglandschaften, in denen Hören und Interagieren zur zentralen Gestaltungsenergie werden. Dabei rückt das gemeinsame Erforschen von Klangphänomenen – jenseits erzählerischer oder melodischer Konventionen – in den Mittelpunkt. offeneohren.org
Ihre Zusammenarbeit dokumentiert sich auf langjährigen Konzertaktivitäten und auf Tonträgern wie dem Duo-Album Aplomb (Vand’Oeuvre) und weiteren gemeinsamen Projekten, die den Fokus auf kompromisslose Präsenz und auf die Erkundung von Klang als unmittelbare Erfahrung legen.
Während im ersten Teil des Konzertes die beiden internationalen Gäste ihr eigene, entwickelte Musik spielen, treffen sie in der zweiten Konzerthälfte auf Improvisator:innen aus NRW: die Organistin und Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Eva-Maria Houben und die elektroakustische Künstlerin Frauke Berg . Gemeinsam stellen sie die vermeintliche Unvorhersehbarkeit der Improvisation auf die Probe: Spannende Begegungen jenseits ästhetischer Eingrenzungen. Einfach neue Musik.
Eintritt: 15.- / 10.- ermäßigt / U20 Eintritt frei, Abendkasse
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Grafik: Gerd Schmedes (unorte.de), insta:@polluxzebulon
Die ST NRW werden gefördert durch: Kulturbüro der Stadt Dortmund, NRW Kultursekretariat Wuppertal / Der Parzelle Verein wird gefördert durch: Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Initiative Musik, ermöglicht durch „Applaus”, „Spielstätten-Programm Prämie NRW” und den Spielstätten-Förderpreis „Dortmund Live” 2025.








