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PART-ENSEMBLE • REFUGIUM

MI | 03.06.2026 | 20 Uhr

PART-ENSEMBLE • REFUGIUM
(MACH MAL REPLAY) 

Ein Mikro-Musiktheater über das Leben im Jetzt mit:

Mathias Max Herrmann – Text / Performance / Portativ
Emily Wittbrodt – Violoncello
Peter Eisold – Schlagwerk / VibraTisch / Elektronik / Harmona / Komposition

Vergangenheit – nur anders: Getragen von minimalistischen Klangtexturen, mikroskopierten Soundpartikeln, rhythmischen Abweichungen und melodischen Anomalien heben die drei Mitglieder des PART-Ensembles ab zu einer Gedankenperformance des Schauspielers Mathias Max Herrmann, der sich folgende Fragen stellt:

Wie alt muss ich eigentlich noch werden, dass ich sagen kann, mein Leben war gut? Oder auch nicht gut. Kann es Glück und Erfolg überhaupt geben ohne eine Zukunftsverheißung?

In der Verweigerung sich stetig zu optimieren, kann der Blick zurück zum politischen Statement werden. Moderne Post-post-Romantik als Schlüssel zum „degrowth“?

Das bis zu 17-köpfige, interdisziplinäre PART-Ensemble veranstaltet in diesem Jahr allmonatlich verschiedene, „Refugien“ genannte, Konzert-Performances an unterschiedlichsten Orten in NRW. Für das Refugium in der Parzelle im Depot hat sich aus dem PART-Pool das Trio Herrmann/Wittbrodt/Eisold zusammengefunden, um ein einmaliges mikroskopisches Musiktheater aus der Taufe zu heben.

Das interdisziplinäre PART Ensemble gründete sich 2020. Einen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik in ihren Spielarten des Komponierens und Improvisierens. Von dort aus knüpft das Ensemble Beziehungen zu Tanz, Medienkunst, Theater, Film und Literatur. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Beschäftigung mit gesellschaftlichen und ästhetischen Fragestellungen.

Eintritt: F R E I !

Der Parzelle Verein wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und Initiative Musik, ermöglicht durch Applaus, Spielstätten-Programm Prämie NRW und Spielstätten-Förderpreis Dortmund Live 2025.

PART wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Fotos:
Mathias Max Herrmann © Katrin Ribbe

Emily Wittbrodt © Dirk Elstermeier
Peter Eisold © Dirk Elstermeier
VibraTisch © Peter Eisold

@kulturbuero.dortmund
@landesmusikrat_nrw
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@initiativemusik

ABOUT APHRODITE

DO | 07.05.2026 | 20 Uhr
 
ABOUT APHRODITE
Be Their Voice

Gilda Razani – Theremin, Sopransaxophon
Hanzō Wanning – Piano, Synthesizer
Fethi Ak – Percussion 
 
Ein Abend für Freiheit, Stimme und Zusammenhalt: Die aus dem Iran stammende Musikerin Gilda Razani bringt gemeinsam mit ihrer Band About Aphrodite ein bewegendes Konzert auf die Bühne, das den gesellschaftlichen Kämpfen im Iran gewidmet ist.
 
Vor dem Hintergrund der aktuellen militärischen Auseinandersetzungen in der Region richtet sich das Konzert in besonderer Weise an die Menschen im Iran. Das Konzert versteht sich als künstlerisches Zeichen der Unterstützung für all jene Menschen, die im Iran für grundlegende Rechte, Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit eintreten. Musik wird hier zur Brücke zwischen Kulturen und zum Ausdruck von Hoffnung, Mut und Widerstandskraft.
 
Für Gilda Razani ist dieser Abend mehr als ein musikalischer Auftritt: Als aus dem Iran stammende Künstlerin ist die Situation in ihrem Herkunftsland für sie zutiefst persönlich. Viele der Themen, die ihre Musik prägen – Identität, Freiheit, weibliche Selbstbestimmung und kulturelle Erinnerung – sind untrennbar mit den aktuellen Entwicklungen im Iran verbunden. Mit dem Konzert möchte sie jenen Stimmen Gehör verschaffen, die nicht frei sprechen können, und zugleich einen Raum für Empathie, Austausch und Zusammenhalt schaffen.
 
Klanglich verbindet der Abend orientalische Einflüsse, Jazz-Elemente, Synth-Pop-Referenzen, Kammermusik-Atmosphären sowie elektronische und perkussive Texturen nahtlos zu einer vielschichtigen, multidimensionalen Klanglandschaft. Die Instrumentalstücke sind ein lebendiges Wechselspiel aus sorgfältig arrangierten Kompositionen und spontanen Jam Sessions mit melodischen Anklängen aus der persischen Heimat von Razani. Wanning und Razani bewegen sich mühelos zwischen verträumter Leichtigkeit und tiefer Sehnsucht und schaffen so ein einzigartiges, umfassendes Klangerlebnis, in dem Klang, Raum und Energie zusammenfließen und das sowohl berührt als auch zum Nachdenken anregt.
 
Als spezieller Gast haben Razani und Wanning den Percussionisten Fethi Ak eingeladen. Sein präzises und stiloffenes Spiel verbindet traditionelle Rhythmen mit modernen musikalischen Ansätzen und ergänzt About Aphrodite auf organische Weise. Ak begann bereits in seiner Kindheit auf türkischen Hochzeiten Darbuka zu spielen. Heute zählt er zu den virtuosesten Darbukaspielern Deutschlands und ist in der türkischen, kurdischen sowie der internationalen Weltmusikszene ein äußerst gefragter Musiker.
 
Das Konzert lädt dazu ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen: für Menschenrechte, für kulturelle Vielfalt und für die Kraft der Kunst als Form des friedlichen Protests.
Ein Abend der Solidarität – laut, leise, berührend und notwendig.
 
Eintritt: 15 €, 10 €, U 20 frei
 
Gefördert von Pro Jazz e.V.
Der Parzelle Verein wird gefördert vom
Kulturbüro der Stadt Dortmund,
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und
Initiative Musik, ermöglicht durch
Applaus, Spielstätten-Programm Prämie NRW und Spielstätten-Förderpreis Dortmund Live 2025.

@projazz_ev
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LE QUAN NINH & MICHEL DONEDA | ST NRW 77

MI | 29.04. 2026 | 20 Uhr | Soundtrips NRW 77

Le Quan Ninh & Michel Doneda (F)

Michel Doneda – s-sax
Lê Quan Ninh – perc
Frauke Berg – elec
Prof. Dr. Eva-Maria Houben – Portativ

Seit mehr als drei Jahrzehnten verbindet den französischen Perkussionisten Lê Quan Ninh und den Saxophonisten Michel Doneda eine intensive musikalische Partnerschaft, die zu den prägendsten in der europäischen freien Improvisationsszene zählt. 

Lê Quan Ninh (*1961, Paris) ist ein klassisch ausgebildeter Schlagzeuger und einer der innovativsten Klangforscher seiner Generation. Er begann mit Klavier und wandte sich in seiner Jugend der Percussion zu, später entdeckte er die freie Improvisation für sich. Seine musikalische Arbeit bewegt sich zwischen zeitgenössischer Musik, Performance, Tanz und experimenteller Improvisation. Ninh nutzt häufig ungewöhnliche Spielweisen und Objekte, um Klangräume zu öffnen, die über konventionelle Rhythmik und Struktur hinausweisen. Er war Mitbegründer des Perkussionsensembles Quatuor Hêlios und des Ensemble]h[iatus und hat in verschiedensten Formationen über 40 Tonträger veröffentlicht. lequanninh.net+1

Michel Doneda (*1954, Brive-la-Gaillarde) gilt als einer der herausragenden Saxophon-Improvisatoren Europas. Als Autodidakt entwickelte er ein außergewöhnlich reiches klangliches Vokabular auf Sopran- und Sopraninosaxophon. In den frühen 1980er-Jahren gründete er in Toulouse ein Saxophontrio und tauchte bald in die internationale freie Szene ein – mit Auftritten und Kooperationen mit Musiker:innen wie John Zorn, Fred Van Hove, Barre Phillips und vielen anderen. Sein Spiel oszilliert zwischen leisesten Atemklängen, lyrischen Linien und eruptiven, fast schreienden Texturen. Doneda ist nicht nur auf der Bühne präsent, sondern auch als Initiator improvisierter Projekte und künstlerischer Netzwerke aktiv. Wikipedia

Gemeinsam erforschen Ninh und Doneda klangliche Grenzbereiche, in denen jede Aufführung ein einzigartiges, im Moment entstehendes Gespräch ist. Ihre Duos entfalten oft fragile, dichte Klanglandschaften, in denen Hören und Interagieren zur zentralen Gestaltungsenergie werden. Dabei rückt das gemeinsame Erforschen von Klangphänomenen – jenseits erzählerischer oder melodischer Konventionen – in den Mittelpunkt. offeneohren.org

Ihre Zusammenarbeit dokumentiert sich auf langjährigen Konzertaktivitäten und auf Tonträgern wie dem Duo-Album Aplomb (Vand’Oeuvre) und weiteren gemeinsamen Projekten, die den Fokus auf kompromisslose Präsenz und auf die Erkundung von Klang als unmittelbare Erfahrung legen. 

Während im ersten Teil des Konzertes die beiden internationalen Gäste ihr eigene, entwickelte Musik spielen, treffen sie in der zweiten Konzerthälfte auf Improvisator:innen aus NRW:  die Organistin und Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Eva-Maria Houben und die elektroakustische Künstlerin Frauke Berg . Gemeinsam stellen sie die vermeintliche Unvorhersehbarkeit der Improvisation auf die Probe: Spannende Begegungen jenseits ästhetischer Eingrenzungen. Einfach neue Musik.
 
Eintritt: 15.- / 10.- ermäßigt / U20 Eintritt frei, Abendkasse
 
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Grafik: Gerd Schmedes (unorte.de), insta:@polluxzebulon

Die ST NRW werden gefördert durch: Kulturbüro der Stadt Dortmund, NRW Kultursekretariat Wuppertal / Der Parzelle Verein wird gefördert durch: Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Initiative Musik, ermöglicht durch „Applaus”, „Spielstätten-Programm Prämie NRW” und den Spielstätten-Förderpreis „Dortmund Live” 2025.

 

THE ATTIC

FR | 24 04.2026 | 20 Uhr

THE ATTIC (PT/NL)

Rodrigo Amado – Tenorsaxofon
Gonçalo Almeida – Kontrabass
Onno Govaert – Schlagzeug

Die Musik von The Attic bewegt sich zwischen Free Jazz, Improvisation und Echtzeitkomposition und greift Elemente aus der Jazztradition auf, um sie zu lebendigen, spontan improvisierten Stücken umzugestalten. Das Trio baut einen fließenden und dynamischen Dialog auf, wobei es in einem tiefen, spontanen Zusammenspiel ständig Rollen und Texturen wechselt.

Pressezitat:
Der Tenorsaxophonist Rodrigo Amado leitet diese kompromisslose Gruppe, die die Spitze des europäischen und weltweiten Free Jazz repräsentiert. Musik, die niemanden unberührt lässt – einige verfolgen alles ekstatisch, während andere von der Spannung und der vollen Kraft des Klangs überwältigt sind.                                                   
(
El Pais)

Eintritt 20 / 15 ermäßigt, U20 Eintritt frei!

Der Parzelle Verein wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und Initiative Musik, ermöglicht durch Applaus, Spielstätten-Programm Prämie NRW und Spielstätten-Förderpreis Dortmund Live 2025.

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KRAABEL | LYTTON

SO | 19.04.2026 | 16:00 Uhr   Konzert am Sonntagnachmittag

KRAABEL – LYTTON
 
Caroline Krabbel – Saxophon
Paul Lytton – Schlagzeug, Perkussion, Live-Elektronik, selbstgebaute Instrumente
 
Der Perkussionist Paul Lytton ist ein erfinderischer, klanglich vielseitiger Schlagzeuger in der Tradition des europäischen Free Jazz und zugleich ein Pionier der elektronischen Klangbearbeitung und des Einsatzes selbstgebauter Instrumente. Lytton feierte Ende der 1960er-Jahre seine ersten bemerkenswerten Auftritte in der britischen Musikszene, und sein Einfluss – insbesondere im Bereich der Live-Elektronik – ist auch über 30 Jahre später noch im Experimentieren einer neuen Generation von Improvisatoren spürbar.
(Dave Lynch)

…er hebt die Zeitmessung nicht so sehr auf, sondern erschafft sie in einem stillen, riesigen Raum neu; gewaltige Klangmassen und Strukturen scheinen in der Luft zu schweben. Es ist ein beunruhigendes Erlebnis.
(R. Cook)

Paul Lytton ist vertreten auf: Island, Incus, Moers, Cramps, Hohe Ufer Konzerte, Horo, Po Torch, Uhlklang, SAJ, JND, Bead, Intakt, ECM, Leo Records, CIMP, Rastascan, Maya, Hybrid, Emanem, Wobbly Rail.
 
Caroline Kraabel ist eine in London lebende Saxophonistin, Improvisatorin und Komponistin. 2022 gründete sie das ONe_Orchestra New, ein großes Improvisationsensemble aus Frauen sowie transmaskulinen, transfemininen und nicht-binären Musiker:innen, das in Workshops und Konzerten freie Improvisation, kollektive Komposition und Diversität erforscht (Live at the Vortex, 2024). Ihr Soundfilm London 26 and 28 March 2020: imitation: inversion wurde 2021 mit dem Ivor Novello Award für die beste Klangkunstkomposition ausgezeichnet. Kraabel komponiert für Soli und Ensembles und erhielt hierfür Fördermittel des Arts Council, u. a. für ein Buchprojekt über Improvisation.

Sie arbeitet in zahlreichen Duos, Trios und größeren Formationen und kollaborierte u. a. mit John Edwards, Robert Wyatt, Louis Moholo, Susan Alcorn, Maggie Nicols, Pat Thomas, Veryan Weston, Mark Sanders, Chris Corsano, Neil Metcalfe und Zhuyang Liu. Neben ihrer Konzerttätigkeit produziert sie Radiokunst für Resonance FM, Radia und Radio Art Zone.

masskraabel.com
 
Eintritt: 15.- / 10.- ermäßigt / U20 Eintritt frei, Abendkasse

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WALLACE | VAZQUEZ | TRILLA

DO | 02.04.2026 | 20 Uhr

WALLACE | VAZQUEZ | TRILLA (USA/AR/ES)

Eli Wallace – Klavier
Pablo Vazquez – Kontrabass, E-Bass, Elektronik
Vasco Trilla – Schlagzeug

Musikalisch ist der Sound des Trios Wallace/Vazquez/Trilla geprägt von Spontaneität, Vielschichtigkeit und kollektiver Energie. Die Musiker navigieren zwischen komplexen rhythmischen Gefügen, eruptiven Klangflächen, lyrischen Melodien und feinen Zwischenräumen mit Obertönen.

Das Piano übernimmt dabei eine zentrale Rolle: mal perkussiv-treibend, mal klangmalerisch mit Clustern und Obertönen, dann wieder poetisch und melodisch – es vermittelt zwischen Energie und Stille, Struktur und Freiheit und fungiert als Impulsgeber und Resonanzkörper. Schlagzeug und Bass greifen diese Ideen auf, entwickeln sie weiter und schaffen gemeinsam eine Musik, die durch Gleichberechtigung, Offenheit und permanente Wandlung besticht.

Der Bandsound des Trios ist hierarchiefrei, beruht auf dem Vertrauen, dass jede Idee Ausgangspunkt für Neues sein kann. So entstehen Konzerte voller Dynamik, Überraschung und Tiefe, die Ensemble und Publikum in einen gemeinsamen musikalischen Fluss ziehen.

Eli Wallace (Brooklyn, NY) arbeitet mit freier Improvisation und präpariertem Klavier, Pablo Vázquez (Buenos Aires) konzertierte in Südamerika und Europa und veröffentlichte u. a. bei Discordian Records und Creative Sources. Nach ihrer ersten Begegnung 2023 in Buenos Aires tourten sie 2024 mit dem Schlagzeuger Marcelo von Schultz durch fünf Länder und nahmen in Berlin ihr Debütalbum Siesta auf, das 2025 bei 577 Records erschien. Für die aktuelle Tour wird das Duo von Vasco Trilla (Barcelona/Portugal) ergänzt – einem der profiliertesten Perkussionisten der europäischen Improvisationsszene, dessen imaginative, genreübergreifende Spielweise und kontinuierliche Erforschung der klanglichen Möglichkeiten des Schlagzeugs die gemeinsame musikalische Sprache konsequent erweitert.

Eintritt: 18 € / 12 € | U 20 frei

AM FLÜGEL DER ZEIT
Experimentelle Konzertreihe mit Flügel

Mit der Konzertreihe Am Flügel der Zeit öffnet die Parzelle einen neuen Resonanzraum – im Laufe des Jahres mit mehreren Konzertveranstaltungen.

Ein Konzertflügel zieht ein – nicht als traditionelles Soloinstrument, sondern als zentraler Klangkörper in Band- und Ensembleprojekten.

Die eingeladenen Formationen stammen aus der internationalen und regionalen Szene für Free Jazz, improvisierte Musik und zeitgenössische Klangkunst. Die Pianist:innen erforschen den Flügel in all seinen Möglichkeiten: sie präparieren ihn, zupfen und dämpfen Saiten, spielen im Innenraum, nutzen stumm gedrückte Tasten und Pedale, verfremden Klänge elektronisch.

Im Zentrum steht das Miteinander und der offene Prozess. Jede Aufführung ist ein Experiment, in dem die Eigenarten des Flügels – von perkussiver Direktheit über harmonische Tiefe bis zu subtilen Resonanzen – in die kollektiven Klanglandschaften der Bands eingehen. So entstehen dynamische, vielschichtige Musikwelten, geprägt von Improvisation, Risiko und musikalischer Intuition.

„Am Flügel der Zeit“ lädt dazu ein, den Flügel neu zu hören – nicht als Solinstrument, sondern als offenes, interaktives Instrument im lebendigen Dialog eines Ensembles.

Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Musikfonds und Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

@musikfonds.de
@lwl_kultur
@kulturbuero.dortmund
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SHEEN TRIO

FR | 20.03.2026 | 20:00 Uhr

SHEEN TRIO
Transitory
– Album Release Tour

Shabnam Parvaresh – Bassklarinette, Klarinette, FX
Ula Martyn-Ellis – E-Gitarre
Philipp Buck – Schlagzeug

Wie klingt Veränderung? Mit Transitory erschafft das Sheen Trio um Bassklarinettistin und Komponistin Shabnam Parvaresh dichte, atmosphärische Klanglandschaften zwischen Jazz, Krautrock, Free Jazz, Rock und experimentellen Texturen, durchzogen von Einflüssen aus dem Iran.

Die Musik bewegt sich im Spannungsfeld von Chaos und Stille und verwebt persönliche Erinnerungen mit globalen Umbrüchen. Atmosphärisch ungemein dicht, schwelgerisch und von betörender Sinnlichkeit wirkt sie wie ein mythisches Fortbewegungsmittel, das Zuhörer:innen in unbekannte Klangräume trägt.
 
Nach dem gefeierten Debütalbum Gozar (2023) erscheint Anfang 2026 das neue Werk Transitory bei Unit Records – ein Album voller erzählerischer Tiefe und improvisatorischer Freiheit.
 
Der Name Sheen Trio verweist auf den sechzehnten Buchstaben des persischen Alphabets – jenes „Sheen“, mit dem auch der Name der Bandleaderin beginnt. Shabnam Parvaresh’ musikalische Reise begann in Teheran, wo sie im Teheraner Symphonieorchester spielte. 2014 kam sie nach Deutschland, um Jazz-Klarinette zu studieren, und gründete fünf Jahre später das Sheen Trio als ein Klanggewebe, in dem sich all ihre musikalischen Einflüsse vereinen. Gemeinsam mit Ula Martyn-Ellis an der Gitarre und Philipp Buck am Schlagzeug entstehen experimentierfreudige Kompositionen, die einer musikalischen Migration gleichen: mal ruhig und kontemplativ, mal impulsiv und abenteuerlustig, stets auf der Suche nach neuen, noch unentdeckten Orten.
 
The Sheen Trio crafts an organically rich soundscape shaped by interwoven sensitivity.
(Martin Longley, JAZZ WISE)

Elektrisierender, experimenteller Jazz

(Rolf Thomas, JAZZthing)

Shabnam Parvaresh vereint Avantgarde, Romantik und Folk zu einem unverwechselbaren Sound
(Hans-Dieter Grünefeld, Sonic – sax & brass magazine)
 
Eintritt 15.- / 10.- ermäßigt, U 20 frei, Abendkasse

@kulturbuero.dortmund
@landesmusikrat_nrw
@kulturort_depot_dortmund
@initiativemusik

EARSCRATCHER

DO | 26.02.2026 | 20:00 Uhr

EARSCRATCHER (USA, AT)
Dave Rempis – Alt-Saxophon
Elisabeth Harnik – Klavier
Fred Lonberg-Holm – Cello, Elektronik
Tim Daisy – Schlagzeug, Perkussion

Die Musik von Earscratcher besticht durch eine kraftvolle Eleganz: Sperrig und feinsinnig zugleich, vereint sie experimentelle Klangwelten mit improvisatorischer Freiheit. Wild pulsierende Rhythmen treffen auf zerklüftete Melodien, die sich immer wieder zu überraschender Harmonie verdichten. Wie eine akustische Expedition lotet Earscratcher die Grenzen zwischen Jazz, Noise und Avantgarde aus und kreiert ein musikalisches Erlebnis, das zugleich herausfordert und begeistert. So entstehen wirbelnde Klangspiralen, und manchmal findet man sich im Auge dieses Sturms wieder, eingehüllt in eine Woge geduldiger und zentrierter Ruhe.

Elisabeth Harniks erstaunliche Fähigkeit, dem Klavier unvorstellbare Klänge zu entlocken, harmoniert mit dem grenzenlosen Klanggenerator in den Alchemist Lonberg-Holms sein Cello verwandelt. Daisy wechselt logisch von Schwung und Drive zu Textur und Anschlag und bietet der Band so einen ähnlich weiten Horizont für ihre Erkundungen. Mit dieser pastoralen Weite im Sinn beschloss Rempis, sich selbst herauszufordern und sein Repertoire für diese Tour auf sein erstes Horn – das Altsaxophon – zu beschränken, inspiriert von Cecil Taylor und Jimmy Lyons.

Gegründet 2019, vereint das transatlantische Quartett Elisabeth Harnik (Wien) mit langjährigen Chicagoer Weggefährten, die sie beim Umbrella Music Festival 2008 kennengelernt hatte. Ursprünglich geplant für Harniks 50. Geburtstag, erlebte die Band Verzögerungen bei Tourneen – bis schließlich 2022 die erste Tournee stattfinden konnte. Das zweite Album Otoliths, aufgenommen im Dezember 2024 in den USA, erschien im Herbst 2025.

In Dortmund startet die aktuelle Europatournee des Ensembles.

Eintritt: 20.- / 15.- ermäßigt / U20 Eintritt frei, Abendkasse

 

AM FLÜGEL DER ZEIT
Experimentelle Konzertreihe mit Flügel

Mit der Konzertreihe Am Flügel der Zeit öffnet die Parzelle einen neuen Resonanzraum – im Laufe des Jahres mit mehreren Konzertveranstaltungen.

Ein Konzertflügel zieht ein – nicht als traditionelles Soloinstrument, sondern als zentraler Klangkörper in Band- und Ensembleprojekten.

Die eingeladenen Formationen stammen aus der internationalen und regionalen Szene für Free Jazz, improvisierte Musik und zeitgenössische Klangkunst. Die Pianist:innen erforschen den Flügel in all seinen Möglichkeiten: sie präparieren ihn, zupfen und dämpfen Saiten, spielen im Innenraum, nutzen stumm gedrückte Tasten und Pedale, verfremden Klänge elektronisch.

Im Zentrum steht das Miteinander und der offene Prozess. Jede Aufführung ist ein Experiment, in dem die Eigenarten des Flügels – von perkussiver Direktheit über harmonische Tiefe bis zu subtilen Resonanzen – in die kollektiven Klanglandschaften der Bands eingehen. So entstehen dynamische, vielschichtige Musikwelten, geprägt von Improvisation, Risiko und musikalischer Intuition.

„Am Flügel der Zeit“ lädt dazu ein, den Flügel neu zu hören – nicht als Solinstrument, sondern als offenes, interaktives Instrument im lebendigen Dialog eines Ensembles.

Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Musikfonds und Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

INSTA:
@daverempis
@elisabethharnik
@lonbergholm_record_registry
@timothymark1976
@musikfonds.de
@lwl_kultur
@kulturbuero.dortmund
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JOOKLO & AMADOU & WITTBRODT

SA | 07.02.2026 | 20:00 Uhr

JOOKLO (ITA) feat Farida Amadou (B) & Emily Wittbrodt

Virginia Genta – s
David Vanzan – dr
Farida Amadou – eb
Emily Wittbrodt – c

JOOKLO ist das Free-Funk-Projekt der italienischen Musiker:innen Virginia Genta und David Vanzan In NRW machten sie spätestens beim Moers-Festival 2024 und als improviser in residence auf sich aufmerksam. Ihre Musik lässt Groove und wilde Wut freien Lauf und wechselt von Moment zu Moment zwischen Liedformen und psychedelischen Wolken der Abstraktion.

In dieser Besetzung treffen JOOKLO, Farida Amadou und Emily Wittbrodt erneut aufeinander, um ihre bereits bestehende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Hier verdichten sich spontane Komposition, brachiale Klangwelten, Groove und psychedelische Abstraktion – unmittelbar, ungefiltert und mit voller Energie.

Die belgische E-Bassistin Farida Amadou nutzt ihr Instrument als frei interpretierbare Soundquelle. Mit Effektpedalen entstehen introvertierte bis brachiale Klangwelten, durchzogen von der Power ihrer Vergangenheit in der Punkband Cocaine Piss. Nach dieser Zeit konzentrierte sie sich auf Solo-Improvisation und Zusammenarbeit mit Musiker:innen wie Steve Noble, Thurston Moore oder Peter Brötzmann.

Emily Wittbrodt studierte klassisches Cello und Jazzimprovisation in Essen, Düsseldorf, Helsinki, Florenz und Köln. Ihr Schwerpunkt liegt auf Improvisation und ästhetisch übergreifender Zusammenarbeit. Sie ist aktiv in Ensembles wie der Bigband The Dorf, der Drone-Band Müde, dem Duo Ludwig Wittbrodt, dem Avantgarde-Folk-Quartett Hilde und dem Duo DIALOG und komponierte für Tanz- und Theaterproduktionen im In- und Ausland.

Eintritt frei! | Hutkonzert

Der Parzelle Verein wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Initiative Musik, ermöglicht durch „Applaus”, „Spielstätten-Programm Prämie NRW” und den Spielstätten-Förderpreis „Dortmund Live” 2025.

#virginiagenta
#davidvanzan

@___fariiiiiiiida
@emily_wittbrodt
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@kulturort_depot_dortmund
@initiativemusik

 

FELIX NUSSBAUMER | ST NRW 76

FR | 06.02.2026 | 20:00 Uhr

Soundtrips NRW 76
FELIX NUSSBAUMER (CH)

Felix Nussbaumer – sax, live-elec
Gäste aus NRW:
Philip Zoubek – p
Luzie Micha – t
 
Felix Nussbaumer ist Saxophonist und sieht das Musikmachen als Recherche. Ihn beschäftigen Blasinstrumente, die übersehenen und ungewollten Beiprodukte ihrer Entstehung, ihre Geschichte, ihre Körperlichkeit, ihr Eigenleben. Und das Hören als verbindendes Element.
 
Sein früher Werdegang ist scheinbar unzusammenhängend: der Punk, der Freejazz, die Musikkappelle, der Bauernhof, das Mehrfamilienhaus, die weiten Apfelwiesen, die Zugehörigkeit zu einer sprachlichen Minderheit in einer Grenzregion, die alten familiäre Traumata von zwei europäischen Diktaturen, das Versprechen der Digitalisierung.

Heute beschäftigt sich Nussbaumer mit den ungewöhnlichen Dingen, die sein Saxophon beinhaltet und anzieht, durch das Improvisieren, Schreiben und Bauen von Instrumenten. Neben Mikrofonen, Lautsprechern und Schaltkreisen spielte er in den vergangenen Jahren vermehrt mit bearbeiteten Blechblasinstrumenten, wie einer selbstgebauten Sechsventil-Trompete oder sogenannten Saxhörnern, für die er jeweils selbst saxophonartige Mundstücke anfertigte.

Viele seiner Arbeiten entstehen aus engen und langfristigen Zusammenarbeiten mit anderen Musiker:innen und Ensembles, darunter Noah Punkt und Niklaus Mäder (OUU!D), Aya Masui und Nelly Jüsten (nowhere, OK), Florian Walter, Kevin Sommer, Silke Strahl, Léa Legros Pontal, Fridolin Krön, Ensemble Mondrian, Ensemble Latenz, soyuz21 und Ensemble TaG. Viele dieser Arbeiten sind digital dokumentiert oder als Tonträger erhältlich.

Felix Nussbaumer lebt und wirkt in Luzern. Seit 2024 betreibt er das non-profit Label «ZOK Records» mit Florian Walter.
 
Während im ersten Teil jedes Konzertes Felix Nussbaumer seine eigene, entwickelte Musik spielt, triff er in der zweiten Konzerthälfte auf Improvisator:innen aus NRW: den Pianisten Philip Zoubek aus Köln und die Trompeterin Luzie Micha aus Essen. Gemeinsam stellen sie die vermeintliche Unvorhersehbarkeit der Improvisation auf die Probe: Spannende Begegungen jenseits ästhetischer Eingrenzungen. Einfach neue Musik.
 
Eintritt: 15.- / 10.- ermäßigt / U20 Eintritt frei, Abendkasse
 
Instagram:

@felixnussbaumer
@luzie_micha
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Grafik: Gerd Schmedes (unorte.de), insta:@polluxzebulon

Die ST NRW werden gefördert durch: Kulturbüro der Stadt Dortmund, NRW Kultursekretariat Wuppertal / Der Parzelle Verein wird gefördert durch: Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Initiative Musik, ermöglicht durch „Applaus”, „Spielstätten-Programm Prämie NRW” und den Spielstätten-Förderpreis „Dortmund Live” 2025.