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KEEFFE | MUSSON | OSWALD | SANDERS | STEWART

FR | 14.08.2026 | 22:30 Uhr


Keeffe | Musson | Oswald | Sanders | Stewart  Magic Ensemble

Charlotte Keeffe (GB) – t, flh, comp, sound brush
Rachel Musson (GB) – s
Margaux Oswald (F-PHL/DK) – p
Mark Sanders (GB) – dr
Luke Stewart (US) – db

Ein besonderes Highlight sind die sogenannten „Magic Ensembles“: musikalische Begegnungen zwischen Festivalmusiker:innen. Diese Konzerte versprechen improvisatorische Überraschungen und intensive Momente des Austauschs – eine einmalige Gelegenheit, frische Perspektiven auf Free Jazz und experimentelle Klangwelten zu erleben.

Charlotte Keeffe schafft als Trompeterin und Improvisatorin einen offenen Klangraum, der sich an abstrakter Malerei orientiert. Trompete und Flügelhorn werden dabei als „Klangpinsel“ genutzt, mit denen Gesten, Farben, Texturen und Emotionen ineinanderfließen.

Rachel Musson ist Saxophonistin der britischen Improvisationsszene und arbeitet regelmäßig in wechselnden Ensemble- und Kollaborationskontexten, unter anderem mit Mark Sanders, Pat Thomas und Hannah Marshall.

Margaux Oswald arbeitet zwischen zeitgenössischer Komposition und freier Improvisation. Ihre Sprache basiert auf verdichteten harmonischen Strukturen, erweiterten Klaviertechniken und konzentrierter Klangentwicklung.

Mark Sanders ist Schlagzeuger und seit vielen Jahren in der internationalen Improvisationsmusik aktiv, in unterschiedlichsten Duo-, Trio- und Ensembleformationen, unter anderem mit Wadada Leo Smith und Charles Gayle.

Luke Stewart wurde von der Zeitschrift DownBeat als „einer der 25 einflussreichsten Jazzmusiker seiner Generation“ bezeichnet. Er ist Musiker, Performer, improvisierender Komponist, Organisator sowie Autor und Forscher. Sein Schaffen ist eng mit der Geschichte und Tradition der „Creative Music“ verbunden – einer Praxis, die die vielfältigen Ausdrucksformen der „Black Music“ in den USA, Afrika und weltweit umfasst.

https://www.charlottekeeffe.com/
https://margauxoswald.com/
https://www.rachelmusson.com/
https://www.marksanders.me.uk/
https://thelukestewart.com/

DUTHOIT | HEATHER | MOOR

FR | 14.08.2026 | 21:00 Uhr

Duthoit | Heather | Moor

Isabelle Duthoit (F) – voice, cl
Steve Heather – (AU/D) perc, elec
Andy Moor (GB/NL) – g

Das Trio mit Isabelle Duthoit, Andy Moor und Steve Heather erschafft Klangwelten von eruptiver Kraft und radikaler Zartheit – zwischen archaischer Energie und feinst nuancierter Stille, zwischen körperlicher Unmittelbarkeit und fast meditativer Konzentration.

Im Zentrum steht die Stimme von Isabelle Duthoit: ein Instrument jenseits der Sprache. Zwischen Schrei und Flüstern legt sie die Stimme bis auf die Knochen frei. Sie knurrt, zischt, haucht, brüllt, zwitschert und öffnet einen Klangraum, aus dem Lava, Luftstöße, seltsame Vögel und gutturale Grolllaute hervortreten. In ihren vokalen Extrembereichen entsteht eine rohe, unmittelbare und zugleich fragile körperliche Präsenz. Die Klarinette erweitert diese Sprache ins Atemhafte und Schwebende – mit flüchtigen Höhen, rauschenden Luftgeräuschen, plötzlichen, fast zerbrechlichen Pianissimi und Variationen über den Atem.

Andy Moor antwortet mit einer dichten, rauen und körperlichen Gitarrensprache. Mit Metall, Drahtbürsten und unkonventionellen Spieltechniken verwandelt er sein Instrument in eine vibrierende Klangmaterie: kantig, glühend, voller Reibung – dann wieder fragil, flirrend und beinahe entmaterialisiert. Wilde Riffs, fleischige Klangflächen und schroffe Resonanzen treiben die Musik weiter, umhüllen sie und lassen die Erde sacht erbeben.

Steve Heather erweitert das akustische Fundament durch präzise, oft minimal gesetzte Schlagzeugimpulse, Ketten, Objekte und Elektronik. Seine Klangarbeit bildet ein energetisches Geflecht aus Eingriffen, Schnitten und Resonanzen, das das Geschehen strukturiert, verdichtet und in permanenter Bewegung hält.
Gemeinsam entsteht ein Trio von außergewöhnlicher Intensität: organisch, wild, körperlich und zutiefst lebendig. Eine Musik, die sich ständig verwandelt – zwischen Beschwörung, Ekstase und Stille – und den Raum in eine animistische Klanglandschaft verwandelt, voller Energie, Spannung und unerwarteter Ruhe.

steveheather.net

So Says the Drum

FR | 14.08.2026 | 19:30 Uhr

So Says the Drum

Bruna Cabral – dr, performance
Bella Comsom – elec, light-performance

„So Says the Drum“ ist ein Projekt der in Köln lebenden brasilianischstämmigen Künstlerinnen Bella Comsom und Bruna Cabral – eine Hommage an die Trommel als uralte Technologie und verschlüsselte Sprache. In der brasilianischen Kultur wird Percussion zur Grammatik von Stille, Puls und Widerstand. Das Projekt untersucht Trommeln jenseits ihrer musikalischen Funktion und begreift sie als Medium von Kommunikation, kollektivem Gedächtnis sowie spirituellen, heilenden und politischen Kräften. Die LivePerformance verbindet Ritual, Improvisation und technologische Experimente und eröffnet neue Formen transmedialer Klangkunst.

brunacabral.com
bellacomsom.com

Gefördert vom Musikfonds
und Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

 

MARRAFFA 4 feat. BART MARIS

FR | 14.08.2026 | 18:10 Uhr

Marraffa 4
feat. Bart
Maris 

Edoardo Marraffa (IT) – s
Salvoandrea Lucifora (IT/NL) – pos
Aaron Lumley (CA/NL) – db
Onno Govaert (NL) – dr
Bart Maris (B) – t

Als „Improviser in Residence“ des moers festival 2025 hat Bart Maris in der Region nachhaltige Impulse gesetzt und mit Maraffa 4 eine außergewöhnliche Formation nach Dortmund gebracht. In der Parzelle begeisterten Edoardo Marraffa, Salvoandrea Lucifora, Aaron Lumley, Onno Govaert und Bart Maris mit Energie und klanglicher Abenteuerlust. Ein Konzert, das begeisterte und den Wunsch weckte, die Band unbedingt noch einmal zu erleben.

Saxofonist Edoardo Marraffa ist seit 1993 in der improvisierten und freien Musikszene aktiv. Er widmet seine Aufmerksamkeit der akustischen Transformation des Klangs seines Instruments, das zu einer Quelle der Polyphonie wird und von ständigen klangfarblichen Wandlungen geprägt ist. Freie Improvisation begreift er als kollektive Komposition.

Die Musiker verbindet eine lange gemeinsame Geschichte, da sie über die Jahre hinweg in unterschiedlichsten Projekten zusammengearbeitet haben. Was sie vereint, ist das gemeinsame Bekenntnis zu einer kollektiven musikalischen und kreativen Vision, die sich stetig weiterentwickelt, neu formt und aus einem vielfältigen Spektrum klanglicher Einflüsse schöpft. In dieser Besetzung treffen langjährige gemeinsame Erfahrungen auf eine enorme Offenheit für spontane Formveränderungen und kollektive Energie.

edoardomarraffa.wordpress.com
salvoandrea.eu
aaronlumley.bandcamp.com

RIGHT NOW – RIGHT HERE

FR | 14.08.2026 | 17:00 Uhr

Right Now – Right Here
feat. Barbara Togander 

Charlotte Keeffe – t, flh, comp, sound brush
Ashley John Long – db
Ben Handysides – dr
Moss Freed – g
Barbara Togander – tt, voc

Die britische Trompeterin und Improvisatorin Charlotte Keeffe schafft mit ihrem Projekt „RIGHT HERE, RIGHT NOW“ einen Nährboden für schmatzendes, spritzendes und plätscherndes Musizieren – einen offenen Klangraum, in dem Gesten, Texturen, Farben und Emotionen fortwährend ans Licht treten. Inspiriert von abstrakter Malerei bezeichnet Keeffe ihre Trompete und ihr Flügelhorn als „Klangpinsel“; ihr leidenschaftlicher Zugang zur freien Improvisation wurde von Jazzwise als „Avantgarde für alle!“ beschrieben.

Das zweite Album des Quartetts „RIGHT HERE, RIGHT NOW“ mit dem Titel „ALIVE! in the studio…“ wurde international gefeiert und fand sich 2023 auf zahlreichen Bestenlisten wieder. Auftritte führten sie unter anderem zum moers festival, zum Cheltenham Jazz Festival, zum London Jazz Festival, in den Purcell Room des Southbank Centre sowie in die Royal Albert Hall.

Gemeinsam mit Ashley John Long, Ben Handysides und Moss Freed lädt Keeffe das Publikum ausdrücklich dazu ein, Teil der Klanglandschaft zu werden – mit Stimmen, Instrumenten, Gegenständen, Spielzeugen oder Skizzenblöcken. So entstehen Kreise, Zyklen und Verbindungen, die das Herzstück dieser Musik bilden: kreative Freiheit für alle.

Barbara Togander: 1964 in Schweden geboren und aufgewachsen zwischen Tunesien, Spanien, Liberia und Argentinien, spiegelt sich ihr von ständiger Bewegung geprägtes frühes Leben in ihrer Musik wider: einer fragmentierten Klangsprache aus Stimme, Noise und elektronischen Texturen.
Ausgehend von der Jazzszene von Buenos Aires wandte sie sich in den 1990er Jahren der freien Improvisation und der experimentellen Musik zu – mit einem Schwerpunkt auf Stimme, Turntables und Elektronik.
Sie hat international mit Künstlern wie Otomo Yoshihide und Christof Kurzmann zusammengearbeitet und dabei ein Spektrum abgedeckt, das von Konzerten über Klanginstallationen bis hin zum Theater reicht; parallel dazu leitet sie Workshops und arbeitet als Stimmcoach im Bereich der experimentellen Musik.

charlottekeeffe.com
ashleyjohnlong.co.uk
mossfreed.com
barbaratogander.com

OSWALD | NILSSEN-LOVE

DO | 13.08.2026 | 21:10 Uhr
Oswald & Nilssen-Love

Margaux Oswald (F-PHL/DK) – p
Paal Nilssen-Love (NOR) – dr

Margaux Oswald ist eine in Kopenhagen ansässige Pianistin, Komponistin und Improvisatorin, deren Schaffen das Feld zwischen zeitgenössischer Komposition und freier Improvisation umspannt. Paal Nilssen-Love ist eine zentrale Figur der zeitgenössischen improvisierten Musik, dessen einflussreiches Werk die europäische Free-Jazz- und Experimental-Szene seit Jahrzehnten prägt.
Ihre Zusammenarbeit führt zwei kompromisslose Improvisatoren der europäischen Avantgarde zusammen: Oswalds dichte harmonische Landschaften und erweiterten Klaviertechniken treffen auf Nilssen-Loves explosive rhythmische Architektur – in Aufführungen, die zwischen roher Kraft, Abstraktion und kollektiver Intuition oszillieren.

Paal Nilssen-Love muss man kaum vorstellen. Der „Down Beat“-Reporter Dan Quelette beschreibt ihn als: „Nilssen-Love ist einer der innovativsten, dynamischsten und vielseitigsten Schlagzeuger des Jazz!“ Seit den 1990er-Jahren prägt er die europäische Improvisationsszene durch hohe Energie, Präzision und klangliche Radikalität.

Margaux Oswald wurde in Genf geboren und ist französisch-philippinischer Herkunft. Sie wuchs dort auf und spielt seit ihrem fünften Lebensjahr Klavier. Sie lebt heute in Kopenhagen und ist Mitglied des von Künstler:innen geleiteten Labels und Kollektivs ILK. Sie tritt regelmäßig auf europäischen Festivals auf.

paalnilssen-love.com
margauxoswald.com

BRICE | TOGANDER | MARRAFFA

DO | 13.08.2026 | 20:10 Uhr
Brice | Togander | Marraffa 
MAGIC ENSEMBLE

Barbara Togander (ES) – tt, voc
Edoardo Marraffa (IT) – s
Olie Brice (GB) – db

Magic Ensembles: spannende Erst- und Wiederbegegnungen von Festivalmusiker:innen.
Ein einmaliges Trio im Rahmen dieser Reihe: drei künstlerische Positionen der freien und experimentellen Improvisation treffen erstmals in dieser Konstellation aufeinander.

Edoardo Marraffa ist seit 1993 in der improvisierten und freien Musik aktiv.
Er widmet seine Aufmerksamkeit der akustischen Transformation des Klangs seines Instruments, das zu einer Quelle der Polyphonie wird – begleitet von ständigen klangfarblichen Wandlungen. Freie Improvisation begreift er als kollektive Komposition. Er ist in der italienischen Improvisationsszene verankert und arbeitete u. a. mit Tristan Honsinger, Paul Lovens, Thomas Lehn, William Parker, Hamid Drake, Han Bennink und Paal Nilssen-Love.

Olie Brice ist Kontrabassist, Improvisator und Komponist mit biografischen Bezügen zu London und Jerusalem und lebt in Hastings. Er leitet eigene Formationen, darunter ein Trio mit Tom Challenger und Will Glaser sowie ein Oktett mit Musiker wie Alex Bonney, Kim Macari und Rachel Musson. Darüber hinaus ist er in zahlreichen Improvisationsensembles aktiv, darunter Somersaults und The Acrylic Rib. Seine Arbeit ist unter anderem auf dem Doppelalbum Fire Hills dokumentiert.

Barbara Togander in Schweden geboren und aufgewachsen zwischen Tunesien, Spanien, Liberia und Argentinien, spiegelt sich ihr von ständiger Bewegung geprägtes Leben in ihrer Musik wider: einer fragmentierten Klangsprache aus Stimme, Noise und elektronischen Texturen. Ausgangspunkt war die Jazzszene von Buenos Aires, bevor sie sich in den 1990er Jahren der freien Improvisation und experimentellen Musik zuwandte. Sie arbeitet mit Stimme, Turntables und elektronischen Prozessen und kollaborierte international u. a. mit Otomo Yoshihide und Christof Kurzmann. Ihre Praxis umfasst Konzerte, Klanginstallationen und Theaterarbeiten sowie die Leitung von Workshops und Stimmarbeit im experimentellen Bereich.

oliebrice.com
edoardomarraffa.wordpress.com
barbaratogander.com

 

DUTHOIT & VICENTE

DO | 13.08.2026 | 19:00 Uhr
Duthoit & Vicente 
MAGIC ENSEMBLE
Isabelle Duthoit (F) – cl
voice
Luis Vicente (PT) – t

Festivaleröffnung
Es ist bereits Tradition, dass die Eröffnung des visual sound outdoor festivals von den beiden Musiker gestaltet wird, die zuvor gemeinsam mit den KLANGENTFALTERN, einem partizipativen Musikprojekt in der Dortmunder Nordstadt, unterwegs waren. Die Erfahrungen und Begegnungen dieser gemeinsamen Arbeit fließen in das Eröffnungskonzert ein.

Mit Luis Vicente und Isabelle Duthoit treffen zwei Künstler:innen aufeinander, die seit vielen Jahren in der europäischen Improvisationsmusik aktiv sind und sich der Erforschung neuer Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten widmen.

Der portugiesische Trompeter Luis Vicente lebt in Lissabon und arbeitet in unterschiedlichen Formationen zwischen freier Improvisation und komponierter Musik. Für ihn steht dabei stets das Gefühl von Freiheit im Mittelpunkt. Als äußerst aktiver Musiker tritt er in zahlreichen Ensembles auf und war bereits auf Festivals und Bühnen in Europa und Nordamerika zu hören. Zu seinen musikalischen Partner zählen unter anderem Carlos Zingaro, William Parker, Hamid Drake, Akira Sakata, Tony Malaby, John Butcher, Paal Nilsen-Love und viele weitere Musiker:innen der internationalen Improvisationsszene.

Er spielt eigene Kompositionen in Trio- und Quartettbesetzungen und ist Mitglied zahlreicher Ensembles wie dem Vicente-Dikeman-Parker-Drake Quartett, Vicente-Gebruers-Govaert Trio, Vicente-Trilla Duo; Vicente-Brice-Sanders Trio; Ziv Taubenfeld’s Full Sun, Chamber 4, Frame Trio oder Clocks and Clouds.

Die französische Sängerin und Klarinettistin Isabelle Duthoit studierte zunächst klassische Klarinette am Conservatoire National Supérieur de Musique in Lyon, bevor sie sich der zeitgenössischen Musik und später der freien Improvisation zuwandte. Mit Stimme und Klarinette erforscht sie ein breites Spektrum klanglicher Möglichkeiten – von feinem Flüstern und Atemgeräuschen bis hin zu vogelartigen Lauten und Obertongesang. Sie brachte sich den Gesang autodidaktisch bei und verfügt über eine außergewöhnliche Stimme – eine Art Sprache vor der Sprache, ein Singen ohne Worte. Sie tritt sowohl im Duo mit Phil Minton als auch als Solokünstlerin auf.
Im Laufe ihrer Karriere initiierte und prägte Duthoit zahlreiche Projekte und arbeitete mit Künstler:innen wie Jacques Demierre, Jacques Di Donato, Joëlle Léandre, Marilyn Crispell, Johannes Bauer, Michel Doneda und John Butcher zusammen. Internationale Arbeitsaufenthalte führten sie unter anderem nach Japan, wo sie sich intensiv mit den Gesangs- und Ritualtraditionen des Nō- und Bunraku-Theaters beschäftigte. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet sie seit vielen Jahren Klarinette und Improvisation.

Für die Festivaleröffnung begegnen sich Trompete, Stimme und Klarinette in einem offenen musikalischen Dialog. Aus Improvisation, Zuhören und spontaner Interaktion entsteht eine Musik, die von Neugier, klanglicher Vielfalt und dem gemeinsamen Entdecken neuer Ausdrucksmöglichkeiten geprägt ist.

luis-vicente.pt
de.wikipedia.org/wiki/Isabelle_Duthoit

AM FLÜGEL DER ZEIT

AM FLÜGEL DER ZEIT
Experimentelle Konzertreihe mit Flügel

September – Dezember 2026

Mit der Konzertreihe „Am Flügel der Zeit“ öffnet die Parzelle einen neuen Resonanzraum. Der Konzertflügel steht im Zentrum der künstlerischen Praxis als Klangkörper in Band- und Ensembleprojekten.

Die eingeladenen Formationen stammen aus der internationalen und regionalen Szene für Free Jazz, improvisierte Musik und zeitgenössische Klangkunst. Die Pianist:innen erforschen den Flügel in all seinen Möglichkeiten: sie präparieren ihn, zupfen und dämpfen Saiten, spielen im Innenraum, nutzen stumm gedrückte Tasten und Pedale, verfremden Klänge elektronisch.

Im Zentrum steht das Miteinander und der offene Prozess. Jede Aufführung ist ein Experiment, in dem die Eigenarten des Flügels – von perkussiver Direktheit über harmonische Tiefe bis zu subtilen Resonanzen – in die kollektiven Klanglandschaften der Bands eingehen. So entstehen dynamische, vielschichtige Musikwelten, geprägt von Improvisation, Risiko und musikalischer Intuition.

„Am Flügel der Zeit“ lädt dazu ein, den Flügel neu zu hören – nicht als Solinstrument, sondern als offenes, interaktives Instrument im lebendigen Dialog eines Ensembles.

Ergänzend zur Konzertreihe ist mit improwise ein offenes Arbeits- und Aufführungsformat integriert, für das sich junge Musiker:innen aus der Region bewerben können und das ihnen die Möglichkeit bietet, in einem dreitägigen Prozess eigene improvisatorische Praktiken zu entwickeln und öffentlich zu präsentieren.

SA | 19. 09. 2026 | 20:00 Uhr
ANKER | COUDOUX | GOUBAND | ZOUBEK
Lotte Anker – (DK) Tenor-, Sopransaxophon
Philip Zoubek – (präpariertes) Klavier | Synthesizer
Elisabeth Coudoux – Cello
Toma Goudand (F) – Schlagzeug | Steine | Blätter

SA | 03.10.2026 | 20:00 Uhr
FDF Trio
POSSIBILITY AND PREJUDICES FROM WITHIN A CUP
John Dikeman (US/NL) – Saxophone
Nicolas Field (UK) – Schlagzeug
Thomas Florin (CH) – Klavier

FR | 23. 10. bis SO | 25.10.2026 
OPEN CALL: improwise
Raum für improvisierte Musik & Klangforschung in Dortmund

Parzelle Verein e.V. lädt junge und jung gebliebene Musiker:innen aus Dortmund und der Region ein, sich für die Teilnahme an diesem offenen Projektformat zu bewerben.

Öffentliche Abschlussperformance
improwise am
SO | 25.10.2026 um 16:00 Uhr
Die Musiker:innen präsentieren die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit in Soli, Duos, Trios und Ensembles – als unmittelbare, öffentliche Momentaufnahmen des künstlerischen Prozesses. Eintritt frei, im Rahmen der Reihe „Am Flügel der Zeit“.

SA / 05.12.2026 / 20:00 Uhr
DEBACKER | JAVID – Convolution
Marlies Debacker – Klavier
Salim(a) Javaid – Saxophon

SCHOOL`S OUT CONCERTS

SCHOOL’S OUT CONCERTS

Wenn die Schule endet, beginnt in der Parzelle der musikalische Ausnahmezustand!
Zum Start in die Sommerferien feiern wir mit einem internationalen Doppelkonzert voller Improvisation, Energie, Klangforschung und musikalischer Überraschungen.

DO | 16.07.2026 | 20:00 Uhr

ELISABETH COUDOUX & CHUCK ROTH (D/US)

Release-Tour des neuen Albums „Tomaten auf den Augen“ (Relative Pitch Records)
Die deutsche Cellistin Coudoux und der in New York lebende Gitarrist Roth bilden ein dynamisches Improvisationsduo. Zwischen Verdichtung und Reduktion entfalten sie einen intensiven Dialog – voller klanglicher Feinheiten, Risiko und spontaner musikalischer Erfindung.

DO | 16.07.2026 | 21:30 Uhr

VOLUNTARY LOGIC (NOR/US)

TUVA OLSON – Trompete
GURO KVÅLE – Posaune
NICOLAS LEIRTRO – Bass
LILY FINNEGAN – Schlagzeug

Zwischen Free Music, Tanzmusik, spontan komponierter Energiemusik, Punk-Jazz und humorvoll-rebellischen Momenten entsteht ein Sound, der sich kompromisslos aus dem Moment heraus entwickelt. Junge Wilde aus Oslo und Chicago mit Lust auf Risiko und gemeinsame Ekstase.

🎟 Eintritt: 15 € / 10 € ermäßigt
🆓 U21 frei

Zwei Formationen, zwei Generationen improvisierter Musik und ein perfekter Auftakt in die Sommerferien. Kommt vorbei und feiert mit uns!

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