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OSWALD | NILSSEN-LOVE

DO | 13.08.2026 | 21:10 Uhr
Oswald & Nilssen-Love

Margaux Oswald (F-PHL/DK) – p
Paal Nilssen-Love (NOR) – dr

Margaux Oswald ist eine in Kopenhagen ansässige Pianistin, Komponistin und Improvisatorin, deren Schaffen das Feld zwischen zeitgenössischer Komposition und freier Improvisation umspannt. Paal Nilssen-Love ist eine zentrale Figur der zeitgenössischen improvisierten Musik, dessen einflussreiches Werk die europäische Free-Jazz- und Experimental-Szene seit Jahrzehnten prägt.
Ihre Zusammenarbeit führt zwei kompromisslose Improvisatoren der europäischen Avantgarde zusammen: Oswalds dichte harmonische Landschaften und erweiterten Klaviertechniken treffen auf Nilssen-Loves explosive rhythmische Architektur – in Aufführungen, die zwischen roher Kraft, Abstraktion und kollektiver Intuition oszillieren.

Paal Nilssen-Love muss man kaum vorstellen. Der „Down Beat“-Reporter Dan Quelette beschreibt ihn als: „Nilssen-Love ist einer der innovativsten, dynamischsten und vielseitigsten Schlagzeuger des Jazz!“ Seit den 1990er-Jahren prägt er die europäische Improvisationsszene durch hohe Energie, Präzision und klangliche Radikalität.

Margaux Oswald wurde in Genf geboren und ist französisch-philippinischer Herkunft. Sie wuchs dort auf und spielt seit ihrem fünften Lebensjahr Klavier. Sie lebt heute in Kopenhagen und ist Mitglied des von Künstler:innen geleiteten Labels und Kollektivs ILK. Sie tritt regelmäßig auf europäischen Festivals auf.

paalnilssen-love.com
margauxoswald.com

BRICE | TOGANDER | MARRAFFA

DO | 13.08.2026 | 20:10 Uhr
Brice | Togander | MarraffaMAGIC ENSEMBLE

Barbara Togander (ES) – tt, voc
Edoardo Marraffa (IT) – s
Olie Brice (GB) – db

Magic Ensembles: spannende Erst- und Wiederbegegnungen von Festivalmusiker:innen.
Ein einmaliges Trio im Rahmen dieser Reihe: drei künstlerische Positionen der freien und experimentellen Improvisation treffen erstmals in dieser Konstellation aufeinander.

Edoardo Marraffa ist seit 1993 in der improvisierten und freien Musik aktiv.
Er widmet seine Aufmerksamkeit der akustischen Transformation des Klangs seines Instruments, das zu einer Quelle der Polyphonie wird – begleitet von ständigen klangfarblichen Wandlungen. Freie Improvisation begreift er als kollektive Komposition. Er ist in der italienischen Improvisationsszene verankert und arbeitete u. a. mit Tristan Honsinger, Paul Lovens, Thomas Lehn, William Parker, Hamid Drake, Han Bennink und Paal Nilssen-Love.

Olie Brice ist Kontrabassist, Improvisator und Komponist mit biografischen Bezügen zu London und Jerusalem und lebt in Hastings. Er leitet eigene Formationen, darunter ein Trio mit Tom Challenger und Will Glaser sowie ein Oktett mit Musiker wie Alex Bonney, Kim Macari und Rachel Musson. Darüber hinaus ist er in zahlreichen Improvisationsensembles aktiv, darunter Somersaults und The Acrylic Rib. Seine Arbeit ist unter anderem auf dem Doppelalbum Fire Hills dokumentiert.

Barbara Togander in Schweden geboren und aufgewachsen zwischen Tunesien, Spanien, Liberia und Argentinien, spiegelt sich ihr von ständiger Bewegung geprägtes Leben in ihrer Musik wider: einer fragmentierten Klangsprache aus Stimme, Noise und elektronischen Texturen. Ausgangspunkt war die Jazzszene von Buenos Aires, bevor sie sich in den 1990er Jahren der freien Improvisation und experimentellen Musik zuwandte. Sie arbeitet mit Stimme, Turntables und elektronischen Prozessen und kollaborierte international u. a. mit Otomo Yoshihide und Christof Kurzmann. Ihre Praxis umfasst Konzerte, Klanginstallationen und Theaterarbeiten sowie die Leitung von Workshops und Stimmarbeit im experimentellen Bereich.

oliebrice.com
edoardomarraffa.wordpress.com
barbaratogander.com

 

DUTHOIT & VICENTE

DO | 13.08.2026 | 19:00 Uhr
Duthoit & VicenteMAGIC ENSEMBLE
Isabelle Duthoit (F) – cl
voice
Luis Vicente (PT) – t

Festivaleröffnung
Es ist bereits Tradition, dass die Eröffnung des visual sound outdoor festivals von den beiden Musiker gestaltet wird, die zuvor gemeinsam mit den KLANGENTFALTERN, einem partizipativen Musikprojekt in der Dortmunder Nordstadt, unterwegs waren. Die Erfahrungen und Begegnungen dieser gemeinsamen Arbeit fließen in das Eröffnungskonzert ein.

Mit Luis Vicente und Isabelle Duthoit treffen zwei Künstler:innen aufeinander, die seit vielen Jahren in der europäischen Improvisationsmusik aktiv sind und sich der Erforschung neuer Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten widmen.

Der portugiesische Trompeter Luis Vicente lebt in Lissabon und arbeitet in unterschiedlichen Formationen zwischen freier Improvisation und komponierter Musik. Für ihn steht dabei stets das Gefühl von Freiheit im Mittelpunkt. Als äußerst aktiver Musiker tritt er in zahlreichen Ensembles auf und war bereits auf Festivals und Bühnen in Europa und Nordamerika zu hören. Zu seinen musikalischen Partner zählen unter anderem Carlos Zingaro, William Parker, Hamid Drake, Akira Sakata, Tony Malaby, John Butcher, Paal Nilsen-Love und viele weitere Musiker:innen der internationalen Improvisationsszene.

Er spielt eigene Kompositionen in Trio- und Quartettbesetzungen und ist Mitglied zahlreicher Ensembles wie dem Vicente-Dikeman-Parker-Drake Quartett, Vicente-Gebruers-Govaert Trio, Vicente-Trilla Duo; Vicente-Brice-Sanders Trio; Ziv Taubenfeld’s Full Sun, Chamber 4, Frame Trio oder Clocks and Clouds.

Die französische Sängerin und Klarinettistin Isabelle Duthoit studierte zunächst klassische Klarinette am Conservatoire National Supérieur de Musique in Lyon, bevor sie sich der zeitgenössischen Musik und später der freien Improvisation zuwandte. Mit Stimme und Klarinette erforscht sie ein breites Spektrum klanglicher Möglichkeiten – von feinem Flüstern und Atemgeräuschen bis hin zu vogelartigen Lauten und Obertongesang. Sie brachte sich den Gesang autodidaktisch bei und verfügt über eine außergewöhnliche Stimme – eine Art Sprache vor der Sprache, ein Singen ohne Worte. Sie tritt sowohl im Duo mit Phil Minton als auch als Solokünstlerin auf.
Im Laufe ihrer Karriere initiierte und prägte Duthoit zahlreiche Projekte und arbeitete mit Künstler:innen wie Jacques Demierre, Jacques Di Donato, Joëlle Léandre, Marilyn Crispell, Johannes Bauer, Michel Doneda und John Butcher zusammen. Internationale Arbeitsaufenthalte führten sie unter anderem nach Japan, wo sie sich intensiv mit den Gesangs- und Ritualtraditionen des Nō- und Bunraku-Theaters beschäftigte. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet sie seit vielen Jahren Klarinette und Improvisation.

Für die Festivaleröffnung begegnen sich Trompete, Stimme und Klarinette in einem offenen musikalischen Dialog. Aus Improvisation, Zuhören und spontaner Interaktion entsteht eine Musik, die von Neugier, klanglicher Vielfalt und dem gemeinsamen Entdecken neuer Ausdrucksmöglichkeiten geprägt ist.

luis-vicente.pt
de.wikipedia.org/wiki/Isabelle_Duthoit

AM FLÜGEL DER ZEIT

AM FLÜGEL DER ZEIT
Experimentelle Konzertreihe mit Flügel

September – Dezember 2026

Mit der Konzertreihe „Am Flügel der Zeit“ öffnet die Parzelle einen neuen Resonanzraum. Der Konzertflügel steht im Zentrum der künstlerischen Praxis als Klangkörper in Band- und Ensembleprojekten.

Die eingeladenen Formationen stammen aus der internationalen und regionalen Szene für Free Jazz, improvisierte Musik und zeitgenössische Klangkunst. Die Pianist:innen erforschen den Flügel in all seinen Möglichkeiten: sie präparieren ihn, zupfen und dämpfen Saiten, spielen im Innenraum, nutzen stumm gedrückte Tasten und Pedale, verfremden Klänge elektronisch.

Im Zentrum steht das Miteinander und der offene Prozess. Jede Aufführung ist ein Experiment, in dem die Eigenarten des Flügels – von perkussiver Direktheit über harmonische Tiefe bis zu subtilen Resonanzen – in die kollektiven Klanglandschaften der Bands eingehen. So entstehen dynamische, vielschichtige Musikwelten, geprägt von Improvisation, Risiko und musikalischer Intuition.

„Am Flügel der Zeit“ lädt dazu ein, den Flügel neu zu hören – nicht als Solinstrument, sondern als offenes, interaktives Instrument im lebendigen Dialog eines Ensembles.

Ergänzend zur Konzertreihe ist mit improwise ein offenes Arbeits- und Aufführungsformat integriert, für das sich junge Musiker:innen aus der Region bewerben können und das ihnen die Möglichkeit bietet, in einem dreitägigen Prozess eigene improvisatorische Praktiken zu entwickeln und öffentlich zu präsentieren.

SA | 19. 09. 2026 | 20:00 Uhr
ANKER | COUDOUX | GOUBAND | ZOUBEK
Lotte Anker – (DK) Tenor-, Sopransaxophon
Philip Zoubek – (präpariertes) Klavier | Synthesizer
Elisabeth Coudoux – Cello
Toma Goudand (F) – Schlagzeug | Steine | Blätter

SA | 03.10.2026 | 20:00 Uhr
FDF Trio
POSSIBILITY AND PREJUDICES FROM WITHIN A CUP
John Dikeman (US/NL) – Saxophone
Nicolas Field (UK) – Schlagzeug
Thomas Florin (CH) – Klavier

FR | 23. 10. bis SO | 25.10.2026 
OPEN CALL: improwise
Raum für improvisierte Musik & Klangforschung in Dortmund

Parzelle Verein e.V. lädt junge und jung gebliebene Musiker:innen aus Dortmund und der Region ein, sich für die Teilnahme an diesem offenen Projektformat zu bewerben.

Öffentliche Abschlussperformance
improwise am
SO | 25.10.2026 um 16:00 Uhr
Die Musiker:innen präsentieren die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit in Soli, Duos, Trios und Ensembles – als unmittelbare, öffentliche Momentaufnahmen des künstlerischen Prozesses. Eintritt frei, im Rahmen der Reihe „Am Flügel der Zeit“.

SA / 05.12.2026 / 20:00 Uhr
DEBACKER | JAVID – Convolution
Marlies Debacker – Klavier
Salim(a) Javaid – Saxophon

SCHOOL`S OUT CONCERTS

SCHOOL’S OUT CONCERTS

Wenn die Schule endet, beginnt in der Parzelle der musikalische Ausnahmezustand!
Zum Start in die Sommerferien feiern wir mit einem internationalen Doppelkonzert voller Improvisation, Energie, Klangforschung und musikalischer Überraschungen.

DO | 16.07.2026 | 20:00 Uhr

ELISABETH COUDOUX & CHUCK ROTH (D/US)

Release-Tour des neuen Albums „Tomaten auf den Augen“ (Relative Pitch Records)
Die deutsche Cellistin Coudoux und der in New York lebende Gitarrist Roth bilden ein dynamisches Improvisationsduo. Zwischen Verdichtung und Reduktion entfalten sie einen intensiven Dialog – voller klanglicher Feinheiten, Risiko und spontaner musikalischer Erfindung.

DO | 16.07.2026 | 21:30 Uhr

VOLUNTARY LOGIC (NOR/US)

TUVA OLSON – Trompete
GURO KVÅLE – Posaune
NICOLAS LEIRTRO – Bass
LILY FINNEGAN – Schlagzeug

Zwischen Free Music, Tanzmusik, spontan komponierter Energiemusik, Punk-Jazz und humorvoll-rebellischen Momenten entsteht ein Sound, der sich kompromisslos aus dem Moment heraus entwickelt. Junge Wilde aus Oslo und Chicago mit Lust auf Risiko und gemeinsame Ekstase.

🎟 Eintritt: 15 € / 10 € ermäßigt
🆓 U21 frei

Zwei Formationen, zwei Generationen improvisierter Musik und ein perfekter Auftakt in die Sommerferien. Kommt vorbei und feiert mit uns!

@elisabethcoudoux
@chuckrothguitar
@lil.g.finn
@_tuvaolsson
@cardioguro
@nicolasleirtro
@kulturbuero.dortmund
@landesmusikrat_nrw
@kulturort_depot_dortmund
@kulturbuero.dortmund
@initiativemusik
#Parzelle #Improvisation #Jazz #FreeMusic #ExperimentalMusic #LiveMusic #Dortmund

PART-ENSEMBLE • REFUGIUM

MI | 03.06.2026 | 20 Uhr

PART-ENSEMBLE • REFUGIUM
(MACH MAL REPLAY) 

Ein Mikro-Musiktheater über das Leben im Jetzt mit:

Mathias Max Herrmann – Text / Performance / Portativ
Emily Wittbrodt – Violoncello
Peter Eisold – Schlagwerk / VibraTisch / Elektronik / Harmona / Komposition

Vergangenheit – nur anders: Getragen von minimalistischen Klangtexturen, mikroskopierten Soundpartikeln, rhythmischen Abweichungen und melodischen Anomalien heben die drei Mitglieder des PART-Ensembles ab zu einer Gedankenperformance des Schauspielers Mathias Max Herrmann, der sich folgende Fragen stellt:

Wie alt muss ich eigentlich noch werden, dass ich sagen kann, mein Leben war gut? Oder auch nicht gut. Kann es Glück und Erfolg überhaupt geben ohne eine Zukunftsverheißung?

In der Verweigerung sich stetig zu optimieren, kann der Blick zurück zum politischen Statement werden. Moderne Post-post-Romantik als Schlüssel zum „degrowth“?

Das bis zu 17-köpfige, interdisziplinäre PART-Ensemble veranstaltet in diesem Jahr allmonatlich verschiedene, „Refugien“ genannte, Konzert-Performances an unterschiedlichsten Orten in NRW. Für das Refugium in der Parzelle im Depot hat sich aus dem PART-Pool das Trio Herrmann/Wittbrodt/Eisold zusammengefunden, um ein einmaliges mikroskopisches Musiktheater aus der Taufe zu heben.

Das interdisziplinäre PART Ensemble gründete sich 2020. Einen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik in ihren Spielarten des Komponierens und Improvisierens. Von dort aus knüpft das Ensemble Beziehungen zu Tanz, Medienkunst, Theater, Film und Literatur. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Beschäftigung mit gesellschaftlichen und ästhetischen Fragestellungen.

Eintritt: F R E I !

Der Parzelle Verein wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und Initiative Musik, ermöglicht durch Applaus, Spielstätten-Programm Prämie NRW und Spielstätten-Förderpreis Dortmund Live 2025.

PART wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Fotos:
Mathias Max Herrmann © Katrin Ribbe

Emily Wittbrodt © Dirk Elstermeier
Peter Eisold © Dirk Elstermeier
VibraTisch © Peter Eisold

@kulturbuero.dortmund
@landesmusikrat_nrw
@kulturort_depot_dortmund
@initiativemusik

ABOUT APHRODITE

DO | 07.05.2026 | 20 Uhr
 
ABOUT APHRODITE
Be Their Voice

Gilda Razani – Theremin, Sopransaxophon
Hanzō Wanning – Piano, Synthesizer
Fethi Ak – Percussion 
 
Ein Abend für Freiheit, Stimme und Zusammenhalt: Die aus dem Iran stammende Musikerin Gilda Razani bringt gemeinsam mit ihrer Band About Aphrodite ein bewegendes Konzert auf die Bühne, das den gesellschaftlichen Kämpfen im Iran gewidmet ist.
 
Vor dem Hintergrund der aktuellen militärischen Auseinandersetzungen in der Region richtet sich das Konzert in besonderer Weise an die Menschen im Iran. Das Konzert versteht sich als künstlerisches Zeichen der Unterstützung für all jene Menschen, die im Iran für grundlegende Rechte, Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit eintreten. Musik wird hier zur Brücke zwischen Kulturen und zum Ausdruck von Hoffnung, Mut und Widerstandskraft.
 
Für Gilda Razani ist dieser Abend mehr als ein musikalischer Auftritt: Als aus dem Iran stammende Künstlerin ist die Situation in ihrem Herkunftsland für sie zutiefst persönlich. Viele der Themen, die ihre Musik prägen – Identität, Freiheit, weibliche Selbstbestimmung und kulturelle Erinnerung – sind untrennbar mit den aktuellen Entwicklungen im Iran verbunden. Mit dem Konzert möchte sie jenen Stimmen Gehör verschaffen, die nicht frei sprechen können, und zugleich einen Raum für Empathie, Austausch und Zusammenhalt schaffen.
 
Klanglich verbindet der Abend orientalische Einflüsse, Jazz-Elemente, Synth-Pop-Referenzen, Kammermusik-Atmosphären sowie elektronische und perkussive Texturen nahtlos zu einer vielschichtigen, multidimensionalen Klanglandschaft. Die Instrumentalstücke sind ein lebendiges Wechselspiel aus sorgfältig arrangierten Kompositionen und spontanen Jam Sessions mit melodischen Anklängen aus der persischen Heimat von Razani. Wanning und Razani bewegen sich mühelos zwischen verträumter Leichtigkeit und tiefer Sehnsucht und schaffen so ein einzigartiges, umfassendes Klangerlebnis, in dem Klang, Raum und Energie zusammenfließen und das sowohl berührt als auch zum Nachdenken anregt.
 
Als spezieller Gast haben Razani und Wanning den Percussionisten Fethi Ak eingeladen. Sein präzises und stiloffenes Spiel verbindet traditionelle Rhythmen mit modernen musikalischen Ansätzen und ergänzt About Aphrodite auf organische Weise. Ak begann bereits in seiner Kindheit auf türkischen Hochzeiten Darbuka zu spielen. Heute zählt er zu den virtuosesten Darbukaspielern Deutschlands und ist in der türkischen, kurdischen sowie der internationalen Weltmusikszene ein äußerst gefragter Musiker.
 
Das Konzert lädt dazu ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen: für Menschenrechte, für kulturelle Vielfalt und für die Kraft der Kunst als Form des friedlichen Protests.
Ein Abend der Solidarität – laut, leise, berührend und notwendig.
 
Eintritt: 15 €, 10 €, U 20 frei
 
Gefördert von Pro Jazz e.V.
Der Parzelle Verein wird gefördert vom
Kulturbüro der Stadt Dortmund,
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und
Initiative Musik, ermöglicht durch
Applaus, Spielstätten-Programm Prämie NRW und Spielstätten-Förderpreis Dortmund Live 2025.

@projazz_ev
@kulturbuero.dortmund
@landesmusikrat_nrw
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@initiativemusik

LE QUAN NINH & MICHEL DONEDA | ST NRW 77

MI | 29.04. 2026 | 20 Uhr | Soundtrips NRW 77

Le Quan Ninh & Michel Doneda (F)

Michel Doneda – s-sax
Lê Quan Ninh – perc
Frauke Berg – elec
Prof. Dr. Eva-Maria Houben – Portativ

Seit mehr als drei Jahrzehnten verbindet den französischen Perkussionisten Lê Quan Ninh und den Saxophonisten Michel Doneda eine intensive musikalische Partnerschaft, die zu den prägendsten in der europäischen freien Improvisationsszene zählt. 

Lê Quan Ninh (*1961, Paris) ist ein klassisch ausgebildeter Schlagzeuger und einer der innovativsten Klangforscher seiner Generation. Er begann mit Klavier und wandte sich in seiner Jugend der Percussion zu, später entdeckte er die freie Improvisation für sich. Seine musikalische Arbeit bewegt sich zwischen zeitgenössischer Musik, Performance, Tanz und experimenteller Improvisation. Ninh nutzt häufig ungewöhnliche Spielweisen und Objekte, um Klangräume zu öffnen, die über konventionelle Rhythmik und Struktur hinausweisen. Er war Mitbegründer des Perkussionsensembles Quatuor Hêlios und des Ensemble]h[iatus und hat in verschiedensten Formationen über 40 Tonträger veröffentlicht. lequanninh.net+1

Michel Doneda (*1954, Brive-la-Gaillarde) gilt als einer der herausragenden Saxophon-Improvisatoren Europas. Als Autodidakt entwickelte er ein außergewöhnlich reiches klangliches Vokabular auf Sopran- und Sopraninosaxophon. In den frühen 1980er-Jahren gründete er in Toulouse ein Saxophontrio und tauchte bald in die internationale freie Szene ein – mit Auftritten und Kooperationen mit Musiker:innen wie John Zorn, Fred Van Hove, Barre Phillips und vielen anderen. Sein Spiel oszilliert zwischen leisesten Atemklängen, lyrischen Linien und eruptiven, fast schreienden Texturen. Doneda ist nicht nur auf der Bühne präsent, sondern auch als Initiator improvisierter Projekte und künstlerischer Netzwerke aktiv. Wikipedia

Gemeinsam erforschen Ninh und Doneda klangliche Grenzbereiche, in denen jede Aufführung ein einzigartiges, im Moment entstehendes Gespräch ist. Ihre Duos entfalten oft fragile, dichte Klanglandschaften, in denen Hören und Interagieren zur zentralen Gestaltungsenergie werden. Dabei rückt das gemeinsame Erforschen von Klangphänomenen – jenseits erzählerischer oder melodischer Konventionen – in den Mittelpunkt. offeneohren.org

Ihre Zusammenarbeit dokumentiert sich auf langjährigen Konzertaktivitäten und auf Tonträgern wie dem Duo-Album Aplomb (Vand’Oeuvre) und weiteren gemeinsamen Projekten, die den Fokus auf kompromisslose Präsenz und auf die Erkundung von Klang als unmittelbare Erfahrung legen. 

Während im ersten Teil des Konzertes die beiden internationalen Gäste ihr eigene, entwickelte Musik spielen, treffen sie in der zweiten Konzerthälfte auf Improvisator:innen aus NRW:  die Organistin und Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Eva-Maria Houben und die elektroakustische Künstlerin Frauke Berg . Gemeinsam stellen sie die vermeintliche Unvorhersehbarkeit der Improvisation auf die Probe: Spannende Begegungen jenseits ästhetischer Eingrenzungen. Einfach neue Musik.
 
Eintritt: 15.- / 10.- ermäßigt / U20 Eintritt frei, Abendkasse
 
Instagram:

@soundtrips_nrw
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Grafik: Gerd Schmedes (unorte.de), insta:@polluxzebulon

Die ST NRW werden gefördert durch: Kulturbüro der Stadt Dortmund, NRW Kultursekretariat Wuppertal / Der Parzelle Verein wird gefördert durch: Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Initiative Musik, ermöglicht durch „Applaus”, „Spielstätten-Programm Prämie NRW” und den Spielstätten-Förderpreis „Dortmund Live” 2025.

 

THE ATTIC

FR | 24 04.2026 | 20 Uhr

THE ATTIC (PT/NL)

Rodrigo Amado – Tenorsaxofon
Gonçalo Almeida – Kontrabass
Onno Govaert – Schlagzeug

Die Musik von The Attic bewegt sich zwischen Free Jazz, Improvisation und Echtzeitkomposition und greift Elemente aus der Jazztradition auf, um sie zu lebendigen, spontan improvisierten Stücken umzugestalten. Das Trio baut einen fließenden und dynamischen Dialog auf, wobei es in einem tiefen, spontanen Zusammenspiel ständig Rollen und Texturen wechselt.

Pressezitat:
Der Tenorsaxophonist Rodrigo Amado leitet diese kompromisslose Gruppe, die die Spitze des europäischen und weltweiten Free Jazz repräsentiert. Musik, die niemanden unberührt lässt – einige verfolgen alles ekstatisch, während andere von der Spannung und der vollen Kraft des Klangs überwältigt sind.                                                   
(
El Pais)

Eintritt 20 / 15 ermäßigt, U20 Eintritt frei!

Der Parzelle Verein wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und Initiative Musik, ermöglicht durch Applaus, Spielstätten-Programm Prämie NRW und Spielstätten-Förderpreis Dortmund Live 2025.

insta: rodrigoamado07
insta: goncalo.almeida.bass
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insta: initiativemusik

 

KRAABEL | LYTTON

SO | 19.04.2026 | 16:00 Uhr   Konzert am Sonntagnachmittag

KRAABEL – LYTTON
 
Caroline Krabbel – Saxophon
Paul Lytton – Schlagzeug, Perkussion, Live-Elektronik, selbstgebaute Instrumente
 
Der Perkussionist Paul Lytton ist ein erfinderischer, klanglich vielseitiger Schlagzeuger in der Tradition des europäischen Free Jazz und zugleich ein Pionier der elektronischen Klangbearbeitung und des Einsatzes selbstgebauter Instrumente. Lytton feierte Ende der 1960er-Jahre seine ersten bemerkenswerten Auftritte in der britischen Musikszene, und sein Einfluss – insbesondere im Bereich der Live-Elektronik – ist auch über 30 Jahre später noch im Experimentieren einer neuen Generation von Improvisatoren spürbar.
(Dave Lynch)

…er hebt die Zeitmessung nicht so sehr auf, sondern erschafft sie in einem stillen, riesigen Raum neu; gewaltige Klangmassen und Strukturen scheinen in der Luft zu schweben. Es ist ein beunruhigendes Erlebnis.
(R. Cook)

Paul Lytton ist vertreten auf: Island, Incus, Moers, Cramps, Hohe Ufer Konzerte, Horo, Po Torch, Uhlklang, SAJ, JND, Bead, Intakt, ECM, Leo Records, CIMP, Rastascan, Maya, Hybrid, Emanem, Wobbly Rail.
 
Caroline Kraabel ist eine in London lebende Saxophonistin, Improvisatorin und Komponistin. 2022 gründete sie das ONe_Orchestra New, ein großes Improvisationsensemble aus Frauen sowie transmaskulinen, transfemininen und nicht-binären Musiker:innen, das in Workshops und Konzerten freie Improvisation, kollektive Komposition und Diversität erforscht (Live at the Vortex, 2024). Ihr Soundfilm London 26 and 28 March 2020: imitation: inversion wurde 2021 mit dem Ivor Novello Award für die beste Klangkunstkomposition ausgezeichnet. Kraabel komponiert für Soli und Ensembles und erhielt hierfür Fördermittel des Arts Council, u. a. für ein Buchprojekt über Improvisation.

Sie arbeitet in zahlreichen Duos, Trios und größeren Formationen und kollaborierte u. a. mit John Edwards, Robert Wyatt, Louis Moholo, Susan Alcorn, Maggie Nicols, Pat Thomas, Veryan Weston, Mark Sanders, Chris Corsano, Neil Metcalfe und Zhuyang Liu. Neben ihrer Konzerttätigkeit produziert sie Radiokunst für Resonance FM, Radia und Radio Art Zone.

masskraabel.com
 
Eintritt: 15.- / 10.- ermäßigt / U20 Eintritt frei, Abendkasse

@kulturbuero.dortmund
@landesmusikrat_nrw
@kulturort_depot_dortmund
@initiativemusik