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Paulina Owczarek + Federico Reuben

27. 08. 2022 / SA / 21:20 Uhr

Paulina Owczarek + Federico Reuben
feat. Achim Zeppezauer + Raissa Mehner

Paulina Owczarek (PL) – saxophone
Federico Reuben (CRI) – live processing
Achim Zepezauer (DE) – elektronics & visuals
Raissa Mehner (DE) – e-guitar

Das international beachtete Forum „Soundtrips NRW“ macht Halt auf dem „visual sound outdoor festival”. Während im ersten Teil des Konzertes Paulina Owczarek und Federico Reuben ihr eigenes Programm spielen, treffen in der zweiten Konzerthälfte Achim Zepezauer aus Dortmund und Raissa Mehner aus Essen auf die internationalen Künstler:innen. Gemeinsam stellen sie die vermeintliche Unvorhersehbarkeit der Improvisation auf die Probe.

Paulina Owczarek und Federico Reuben sind zwei freie Improvisator:innen mit fast gegensätzlichen Methoden, denen es dennoch gelingt, das Organische mit dem Synthetischen, das Physiologische und das Mechanische, das Reale mit dem Virtuellen sowie das Biologische und das Künstliche nahtlos zu verbinden. Ein Computer schreit zusammen mit einem Saxophon in maschinell-kosmischer Synchronität. Künstliche Intelligenz trainiert, lernt von der spontanen menschlichen Erfindung. Die Maschine wird ausdrucksstark, passt sich erhöhten Bewusstseinszuständen an und entwickelt eine Vorliebe für SWEET-Improvisation. A.I. trainiert für Liebe, Exzess, Vergnügen, Spiritualität – und steuert auf einen brain freeze zu.

https://squib-box.bandcamp.com/album/a-i-loves2scream

Jazzkomponistin und Gitarristin Raissa Mehner erweitert ihr Instrument mit verschiedensten Effektpedalen, Geräten und Gegenständen stetig um neue Soundmöglichkeiten, von schwebenden Klängen bis zu harten Rockriffs. Neben Bands und Duos spielt sie beim innovativen Großband + Impro-Collective „The Dorf“.

Achim Zeppezauer ist Musiker, Künstler, Veranstalter (Mexappeal), Kurator (Soundtrips NRW), Radiomacher und u.a. Langzeitmitglied der innovativen Großband „The Dorf“. In Dortmund daheim und vielseitig verfasst mit der weltweiten Szene, verwebt er in seinen Konzerten Samples von vorproduzierten Kassetten mit anderen Klangquellen, sendet Signale durch unterschiedliche Effektgeräte auf seinem „Tischlein Elektrisch“, effektuiert schrägen Humor zwischen tonalen und atonalen Flächen, Rhythmen, Sprachfetzen, abstrakten und konkreten Geräuschen.


Raissa Mehner + Joachim Zeppezauer   foto: gerd schmedes


Paulina Owczarek: Alt- und Baritonsaxophon, Absolventin der Musikhochschule in Krakau. Sie interessiert sich vor allem für freie Improvisation aber auch zeitgenössische Kammermusik und hat zahlreiche neue Werke für Saxophon in Polen uraufgeführt.

Federico Reuben ist Komponist, Klangkünstler und Live-Elektronik-Performer. Seine Arbeit umfasst Kompositionen für akustische, elektroakustische und gemischte Ensembles, Laptop-Improvisationen, computervermittelte Performances, feste Medien, hybride Werke, Installationen, Kollaborationen und Computerprogramme. Als Laptop-Improvisator ist er mit vielen rennomierten Improvisatoren aufgetreten. Er ist Mitbegründer des Netlabels und Künstlerkollektivs squib-box mit Adam de la Cour und Neil Luck und derzeit außerordentlicher Professor an der Musikabteilung der Universität York.

federicoreuben.com
Youtube: Konzert #1 m/ Max Wehner & Raissa Mehner
federicoreuben.com
facebook: paulina.owczarek
https://www.kuhzunft.com

Paulina & Federico   fotos: Łukasz Filak

El Cuco Projekt II

27. 08. 2022 / SA / 20:40 Uhr

El Cuco Projekt
… magical mask art and dance …

Sonia Franken & Gonzalo Barahona
Daniela Riebesam, Jimin Seo, Margherita Dello Sbarba – Performance
Inwoo Jung – Musik

Das Köln/Berliner Kollektiv „El Cuco Projekt“ beschäftigt sich seit Gründung (2015) mit den seltsamen Verbindungen von Mensch und Tier, Technik und Natur – bzw. dem, was Menschen in diese Verbindungen so hineinprojizieren. Stets tragen die Performer:innen dabei täuschend echt wirkende Tiermasken, meist seltenen Echsen-, Vögel-, oder Katzenarten nachempfunden. Auf der Bühne und im Publikum erscheinen zierliche, exzellent choreografierte Tänzer:innen, maskiert mit gigantisch gewölbten Knopfaugen, feinem Fell, Raubtierzähnen. Sie sind niedlich und gruselig zugleich, wie seltsame, fremde Tiermischwesen – was die Arbeiten von „El Cuco Projekt“ schon per se zum Ereignis macht.
Zwischen Groteske und Ernst, Kindlichkeit und Bedrohung: blicken wir hier auf Menschen, die Tier-Formationen nachbilden – oder auf Tiere, die Menschensysteme auseinandernehmen?

elcucoprojekt.com
choreographie.org
gonzalobarahona.com

Gastspiele am 26. 08, 27. 08 und am 28. 08.
mit freundlicher Unterstützung durch:
Sonderprogramm „#Gastspiel NRW 2022“,
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

foto: julia franken

 

Lariza

27. 08. 2022 / SA / 19:00 Uhr

Lariza
… vom funken zum feuer, sphärische klangreise …

Lena-Larissa Senge – vocals, synths
Lorenz Schönle – saxophone, flute, EWI, vocals
Raissa Mehner – guitar, electronics, vocals
Duy Luong – bass, electronics Lukas Schwegmann drums, electronics

Eine ganz eigene Welt aus akustischen und elektronischen Klängen entwirft das Kölner Quintett Lariza um die Sängerin Lena-Larissa Senge. Die fünf Musiker:innen laden zu einer Klangreise ein, bei der es darum geht, die Freiheit der Improvisation in unkonventionelle Songs zu gießen und den Reichtum der klanglichen Möglichkeiten auszuschöpfen. „Vom Funkenzum Feuer“, so betitelt die „Jazz thing“ Larizas Musik, die sich zielsicher ihren Weg zwischen experimentellen Klängen, poppigen Patterns und jazziger Hingabe bahnt und darauf wartet vom Publikum entdeckt zu werden.

Feingefühl, Komplexität und Aktualität stehen auch im Fokus des gemeinsamen Schaffensprozesses, der auf dem neuen Album „Weave“ (Double Moon Records, 2022) seine volle Blüte erreicht. „Lariza“ tourte bereits durch Deutschland, Österreich und Tschechien und erhielt 2020 das Auftrittsstipendium der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung.

larizamusic.com
Facebook: larizaofficial
Instagram: @lariza_music
Bandcamp: larizamusic
Youtube: larizamusic

 

wINg

27. 08. 2022 / SA / 18:50 Uhr

wINg
objekt dance und violine

Emilien Truche (F) – visual art & dance
Martin Verborg (DE) – violine

Visuelle Theaterformen mit Klangkunst in spannende Wechselwirkung bringen – dies ist eines unserer Markenzeichen. Für die Aufführung von „wINg“ haben wir Künstler aus beiden Sparten eingeladen: Den in Stuttgart lebenden Burgunder Emilien Truche und Martin Verborg aus Hagen.

„wINg“ erzählt eine kurze Geschichte über die ambivalente Beziehung des Menschen zu seinem „tierischen Ich“. Ausgehend von der Annahme, dass jede/r eine Art tierisches Wesen in sich trägt, begibt sich der Figurenspieler Emilien Truche auf die Suche nach jenem Teil seiner Selbst. Der Violinist Martin Verborg improvisiert dazu, indem er reine, abstrakte Melodien ins konkrete Geräusch transformiert. Mit der klanglichen Dehnung des ZeiTraums, einem Körperobjekt und auf fast tänzerische Art entspinnt sich ein poetisches und tiefgründiges Wechselspiel zwischen Entfaltung, Verschwinden und Verwandlung.

Der Violinist und Holzblasinstrumentalist Martin Verborg spielte in zahlreichen Kammermusikensembles, Rock-, Blues-, Free-Jazzgruppen, ist Mitglied in Großformationen wie „the Dorf“, arbeitet zusammen mit Tänzer:innen und Pantomim:innen, u.a. im Improvisationstheater „Emscherblut“ und engagiert sich in Hagen als Veranstalter kultureller Projekte, u.a. der Soundtrips NRW.

Der Figurenspieler und -bauer Emilien Truche schloss 2018 sein Figurentheaterstudium an der HMDK in Stuttgart ab. In seiner Arbeit mischen sich Tanz, Performance und Figurentheater, wenn er versucht das Unaussprechliche zu zeigen und mit den Grenzen der Animation spielt.

emilientruche.com
youtube: Jérôme Noetinger + Martin Verborg / Georges Paul

 

Music of Hope

27. 08. 2022 / SA / 18:00 Uhr

Music of Hope mit Zainab Lax

Nach dem berührenden Konzert vom letzten Jahr freuen wir uns sehr, das Projekt „Music of Hope“ wieder auf dem visual sound outdor festival zu Gast zu haben. Die jungen Musiker:innen begeistern mit ihren eigenen und traditionellen Kompositionen. So vielfältig, wie die Kontexte und Kulturkreise, aus denen die Musik inspiriert ist, so überzeugend gekonnt ist ihr musikalischer Vortrag, noch dazu in wechselnder Besetzung.

Die Community-basierte Musiktherapie für junge Menschen mit Fluchterfahrung findet in den Veranstaltungsräumen des ehrenamtlichen Vereins „Train of Hope e.V.“ statt, geleitet unter dem Label „music-bridge“ durch die Harfinistin und Musiktherapeutin Zainab Lax.

trainofhope-do.de
music-bridge.com

in Kooperation mit Train of Hope e.V.

Godana Karawanke

27. 08. 2022 / Sa / 17:30 – 21:30 Uhr
28. 08. 2022 / So / 10:30 – 18:00 Uhr

Godana Karawanke
… dem krieg trotzen – malerei für alle …

Der Krieg in der Ukraine, die Energie- und Klimakrise: Unsere Welt und unsere Lebensbedingungen ändern sich. Wie damit umgehen? Die bildende Künstlerin Godana Karawanke aus Gelsenkirchen lädt dazu ein, diesen Fragen mit Farbe und Pinsel zu begegnen und gemeinsam ein großformatiges Bild zu schaffen.

godanakarawanke.weebly.com

Community Music Workshop

27. 08. 2022 / SA / 14:30 – 15:30 Uhr

Community Music Workshop
… musik machen für alle …

Das Community Music Team des Konzerthaus Dortmund lädt alle ein, die Lust auf einen Musikworkshop haben. Egal ob jung oder alt, unerfahren oder erfahren, Nord- oder Südstädter:in – alle sind willkommen und es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Instrumente werden vom Community Music Team des Konzerthaus mitgebracht.

Singen, spielen, experimentieren und sich durch die Musik kennenlernen – einfach vorbeikommen und mitmachen! Die Teilnahme ist frei.

konzerthaus-dortmund.de/de/mitmachen/fuer-alle

in Kooperation mit dem Konzerthaus Dortmund und dem Hafenspaziergang /
Quartiersmanagement Nordstadt

  

Slumberland feat. Sainho Namtchylak

26. 08. 2022 / Fr / 22:10 Uhr / indoor, Parzelle im Depot

Slumberland feat. Sainho Namtchylak
live electronic and voice art performance

Jochem Baelus (B) – live electronic performance, composition
Sainho Namtchylak (Tuva) – voice-art

Eine faszinierende Zusammenarbeit zwischen dem Antwerpener Musiker, Filmemacher und Installationskünstler Jochem Baelus und der tuwinischen experimentellen Sängerin Sainkho Namtchylak. Uns erwarten rasselnde Drohnen und motorische „Dudelsäcke“, die gegen die überirdischen Klänge der Sirene Namtchylak knirschen. Deren unbezwingbare Dämonen und russischen Beat-Poet-Phrasen vereinen sich mit Baelus` fesselnden, melodischen und minimalistischen Kompositionen und völliger Stille.

Jochem Baelus entfesselt mit Slumberland seit 2013 obskuren, hypnotischen Krautrock und Post-Punkt, gefärbt mit verzerrter Exotik. Seinen taktilen Sound erzeugt er mit Batterien von Nähmaschinen, Filmprojektoren und anderen demontierten, mechanischen Objekten. Nach Soloprojekten und Veröffentlichungen macht Baelus‘ roher, skandalöser Gesang Platz für die 63-jährige Stimmkünstlerin Sainkho Namtchylak. Vertieft in die Eigenschaften von Namtchylaks Stimme, entwickelt Baelus eine neuartige, performative Klangskulptur.

Sainkho Namtchylak wuchs in Tuwa auf, einer autonomen Republik in Russland nördlich der Mongolei. Als Rebellin wurde sie als erste weibliche Obertonkünstlerin bekannt, was bis dahin ein Privileg für den männlichen Teil der Bevölkerung war. Später kombinierte sie die traditionellen Gesänge mit Einflüssen aus der Avantgarde-Musik und arbeite mit Künstler:innen von Evan Parker bis zur Band Tinariwen, deren Mitglieder dem Volk der Tuareg angehören.

bestov.be: slumberland
cargocollective: sainkho
facebook: slumberland
youtube: Slumberland

in Kooperation mit Platzhirsch-Festival Duisburg

Kuhn Fu

26. 08. 2022 / Fr / 21:00 Uhr

Kuhn Fu
paranoide prog-punk-jazz-performance

Christian Kühn (DE) – guitar, voice, composition
Sofia Salvo (ARG) – baritone saxophone
Esat Ekincioglu (TR) – bass
George Hadow (UK) – drums
Ziv Taubenfeld (IL) – bass clarinet

Nicht nur der Bandname ist martialisch. Bei ihrer „paranoiden Prog-Punk-Jazz-Performance“ dreht die Band KUHN FU des Gitarristen und Conferenciers Christian Achim Kühn alles durch den improvisatorischen Wolf. Zappa trifft Kabarett, Surf-Sounds und Metal-Riffs reiten den Chattanooga Choo-Choo, während Shakespeare, Brecht und Monty Python Pate stehen.

„Dazu spielt die multinationale Combo ihren Jazz so entspannt wie Musiker, die gerade auf einem Kaktus kauen, während sie sich mit einer Käsereibe die Kopfhaut massieren.“ – Augsburger Allgemeine

„Ein unterhaltsames Chaos, eine präzise organisierte Aktion, die man am besten live erlebt“ –  Jazzthing

„Die Band um Gitarrist Christian Kühn setzt auf Stil Duelle, wie einst US-Saxofonist John Zorn, wuchtig tönt das.“ – DerStandard

„Kühn setzt auf K & K –Klamauk und Klasse – und wird dafür geliebt.“ – Salzburger Nachrichten

„zwischen Kabarett und Schizophrenie““ – Concerto

kuhnfumusic.com 
facebook.com/kuhnfumusic
kuhnfumusic.bandcamp.com 
youtube: KUHNFU
youtube: KUHNFU II

foto: sofia salvo

El Cuco Projekt

26. 08. 2022 / Fr / 20:20 Uhr

El Cuco Projekt
magical mask art and dance

Sonia Franken & Gonzalo Barahona
Daniela Riebesam, Jimin Seo, Margherita Dello Sbarba – Performance
Inwoo Jung – Musik

Das Köln/Berliner Kollektiv „El Cuco Projekt“ beschäftigt sich seit Gründung (2015) mit den seltsamen Verbindungen von Mensch und Tier, Technik und Natur – bzw. dem, was Menschen in diese Verbindungen so hineinprojizieren. Stets tragen die Performer:innen dabei täuschend echt wirkende Tiermasken, meist seltenen Echsen-, Vögel-, oder Katzenarten nachempfunden. Auf der Bühne und im Publikum erscheinen zierliche, exzellent choreografierte Tänzer:innen, maskiert mit gigantisch gewölbten Knopfaugen, feinem Fell, Raubtierzähnen. Sie sind niedlich und gruselig zugleich, wie seltsame, fremde Tiermischwesen – was die Arbeiten von „El Cuco Projekt“ schon per se zum Ereignis macht.
Zwischen Groteske und Ernst, Kindlichkeit und Bedrohung: blicken wir hier auf Menschen, die Tier-Formationen nachbilden – oder auf Tiere, die Menschensysteme auseinandernehmen?

elcucoprojekt.com
choreographie.org
gonzalobarahona.com

Gastspiele am 26. 08, 27. 08 und am 28. 08.
mit freundlicher Unterstützung durch:
Sonderprogramm „#Gastspiel NRW 2022“,
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

foto: julia franken